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Zivilstandsnachrichten: Petition überreicht

AarwangenDie Dorfzeitung soll die Zivilstandsnachrichten wieder veröffentlichen: Gestern haben zwei Seniorinnen eine Petition eingereicht.

Schon vor der Schalteröffnung waren sie vor Ort, ihren Unterschriftenbogen verpackt wie ein Geschenk. Dann traten sie ins Büro der Gemeindeschreiberin Gerda Graber und überreichten ihr den Bogen. «Unsere Petition», sagte Therese Fankhauser (68). Und ihre Mitstreiterin Margrit Stettler (70) ergänzte: «Wir hoffen auf eine wohlwollende Prüfung unseres Anliegens.» Proteste und Abo-Kündigungen Das Anliegen der zwei älteren Frauen: Sie wollen, dass die Aarwanger «Dorfzytig» die Zivilstandsnachrichten wie Geburtstage, Trauungen und Todesfälle wieder publiziert (wir berichteten). Die waren Mitte 2010 aus dem beliebten Info-Blatt gekippt worden – wegen des revidierten kantonalen Datenschutzes. Danach hagelte es bei der Redaktionskommission Proteste und sogar Abo-Kündigungen. Auch Leserin Therese Fankhauser regte sich auf. Doch etwas dagegen unternehmen mochte sie zunächst nicht. Erst als sie erfuhr, dass sich in Melchnau die Leute mit einer Petition erfolgreich für den Erhalt der Zivilstandspublikationen einsetzten, wurde die einstige Gemeinderätin aktiv. Sie schrieb einen Leserbrief, den die Berner Zeitung veröffentlichte («Bravo Melchnau!»). Darauf erhielt sie «sehr viele» zustimmende Reaktionen. «Auf der Strasse wurde ich oft angesprochen, ich solle doch etwas unternehmen», berichtet Therese Fankhauser. Auch Margrit Stettler überlegte sich, was sie gegen die Streichung der Gratulationen in der «Dorfzytig» tun könnte. So fanden sich die beiden Frauen und beschlossen, es den Melchnauern gleichzutun – und eine Petition zu lancieren. Illustre Mitunterzeichner Gesagt, getan: In nur zwei Wochen haben die beiden engagierten Seniorinnen 228 Unterschriften gesammelt. Darunter auch die von zwei ehemaligen Gemeindepräsidenten und dem früheren Gemeindeschreiber, wie die zwei Frauen nicht ohne Stolz betonen. «Wir hatten keine Mühe, die Leute für unser Anliegen zu gewinnen.» Wie Gemeindeschreiberin Gerda Graber bei der Übergabe sagte, wird der Gemeinderat die Bittschrift an einer der nächsten Sitzungen prüfen. Stefan Aerni >

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