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Zbindens Kündigung bestätigt

Weitere Niederlage für

Die Unterschrift unter dem Gerichtsurteil war kaum trocken, da wurde Rolf Zbinden vom nächsten Schlag getroffen. Sein Arbeitgeber kündigte ihm am 29.Oktober 2008 den Job. Wer Polizisten attackiere und an Strassenblockaden teilnehme, könne nicht länger Lehrer sein, hörte Zbinden von Herbert Binggeli, dem Direktor der Gewerblich-Industriellen-Berufsschule Bern (Gibb). Zbinden war an diesem Morgen vom Strafeinzelgericht Bern-Laupen zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 190 Franken verurteilt worden. Die Teilnahme an der SVP-Blockade am 6.Oktober 2007 war laut Gericht Nötigung und Landfriedensbruch. Zudem hatte sich Zbinden an einer Kundgebung vor der dänischen Botschaft im März 2007 der Gewalt und Drohung gegen Beamte schuldig gemacht. Die Urteile wurden im Mai 2009 vom Obergericht bestätigt (wir berichteten). «Der Schule geschadet» Seither kämpft Zbinden mit einer Beschwerde gegen die Kündigung seines 20-Prozent-Pensums als Lehrer an. Allerdings ohne Erfolg: Nach dem Regierungsstatthalteramt hat nun auch das Verwaltungsgericht des Kantons Bern Zbindens Beschwerde abgewiesen. Die Begründung: Mit diesem Vorstrafenregister könne der Beschwerdeführer seine Vorbildfunktion nicht länger wahrnehmen, steht im Verwaltungsgerichtsurteil vom 14.Dezember. «Zudem hat er (Rolf Zbinden) mit seiner Teilnahme an unbewilligten Demonstrationen und der strafrechtlichen Verurteilung in Medien und der Politik einen Wirbel ausgelöst, der sich negativ auf Ruf und Ansehen der Schule auswirkt.» Gewaltproblem an SchulenZurückgewiesen wurde auch Zbindens Einwand, er habe weder im Schulalltag Gewalt propagiert noch seine politischen Ansichten in den Unterricht getragen. Die Antwort des Gerichts: «Heutzutage sind viele Schulen mit Gewalt innerhalb der Schülerschaft konfrontiert.» An die Integrität der Lehrpersonen bestünden hohe Anforderungen. «Sie können ihren Lehrauftrag nur dann glaubwürdig erfüllen, wenn sie selbst ein in jeder Hinsicht unbefangenes Verhältnis zur Gewalt und deren Ausdruckmitteln haben.» Tobias Habegger >

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