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Wirklich «dem Dorf zlieb»?

Zu den anstehenden Gemeindewahlen in Bönigen Vor Jahren engagierte ich mich für Herbert Seiler und setzte erfolgreich den Wahlslogan «dem Dörfli zlieb» ein. Heuer weckt Seiler mein liebenswürdiges Dörfli auf und macht ein Dorf daraus. Aber inzwischen ist aus meinem einstigen Feuer für Seiler bittere Enttäuschung geworden. Mit ein Grund, im Juni 2008 per Leserbrief die Parteien zu einer gemeinsamen Liste aufzufordern und Beni Knecht als Gemeindepräsidenten und Arnold Seiler als Vize zu nominieren. Die beiden verstehen und ergänzen sich gut, sind mit den laufenden Geschäften bestens vertraut, pflegen eine gute Gesprächskultur und respektieren andere Meinungen. Mein Vorschlag ging unter und der Wahlkampf begann. Also suche ich bei den Kandidierenden nach deren Leistungsausweis. Lange Listen von Ämtern und Funktionen könnten viele Freiwillige vorweisen. Blicke ich politisch zurück, sehe ich Leute mit Profilierungsneurosen, in erbarmungslose Machtkämpfe verstrickt. Wichtige Projekte werden blockiert, und Herbert Seiler mischt tatkräftig mit. Eigentlich eigenartig, dass er nicht als Gemeinderat kandidiert. Sieht er in diesem Amt zu wenig Repräsentationspotenzial? Oder scheut er die harte Knochenarbeit als Kommissionspräsident? Kummer macht mir bei Seilers Wahl der angekündigte Rücktritt der vier bisherigen Gemeinderäte. Vermutlich haben sie als logische Folge seiner jahrelangen Anfeindungen das Vertrauen in ihn gänzlich verloren. Aber wir brauchen sie und ihre Exekutiverfahrung. Das Quartett soll seine Arbeit weiterführen und die Kontinuität gewährleisten. Mit unserem Wahlzettel wird die Zukunft bestimmt. Geben wir doch den Bisherigen und vor allem dem «Tandem Beni und Noldi» eine Chance; dem Frieden und «dem Dörfli zlieb». Marie-Louise Abegglen-MichelBönigen >

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