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«Wir wehren uns für unser Kreuz»

Zur Schliessung des Restaurants Kreuz in Herzogenbuchsee Wie viele Mitmenschen in Buchsi, die das Restaurant Kreuz immer wieder als Treffpunkt für ein gutes Essen oder schnell für einen Kafihalt genossen und schätzten, bin ich enttäuscht über die sofortige Schliessung dieses beliebten Hauses. Wäre die Schliessung auf Ende Jahr erfolgt, hätte man in aller Ruhe ein neues Konzept suchen und finden können. Aber nun stehen die Räume und die Terrasse den ganzen Sommer leer. Da stellen sich schon allerhand Fragen. Wer entscheidet so verantwortungslos? Warum passiert die Schliessung innert kürzester Zeit? Wer bezahlt die Miete bis Ende Jahr? Da ja für sechs Monate keine Einnahmen mehr erfolgen! Wie viele Leute werden arbeitslos ? Ich nehme an, dass das Regionale Arbeitszentrum als Pächterin auch von Subventionen und IV-Geldern lebt. So wären also wir Steuerzahler alle beteiligt und sollten solches Vorgehen hinterfragen und nicht einfach so hinnehmen. Es kann doch nicht sein, dass zwei, drei Männer über solches entscheiden und den Gemeinderat einfach vor Tatsachen stellen – und vor allem in einer so kurzen Zeitspanne, ausser sie bezahlen den Mietbetrag aus ihrem eigenen Sack. Kein privater Betrieb kann so wirtschaften, aber mit öffentlichen Geldern kann man(n) wohl einfach so drauflos Geld ausgeben. Wie lange noch? Ich fordere die Verantwortlichen auf, das Hotel Kreuz bis mindestens Ende November weiter zu betreiben, damit die Miete von den Einnahmen des sehr gut laufenden Restaurants berappt werden kann und der Gemeinderat Zeit hat, eine gute Lösung zu finden, damit das «Kreuz» weiter ein Treffpunkt der Buchsi-Bevölkerung sein kann. Marianne SpahrHerzogenbuchsee Dass die Schliessung des Restaurants Kreuz vom Moment der Bekanntmachung an in 14 Tagen stattfinden soll, ist ein taktisch fieses Spiel. Damit soll die Opposition dagegen im Keime erstickt werden. Ohne Rücksicht werden Leute auf die Strasse gestellt, die in den letzten Jahren das Kreuz zum beliebtesten Restaurant in Buchsi gemacht haben. Ohne Rücksicht auf die Gäste (Mitarbeitende zahlreicher Betriebe wie z.B. der Bystronic) wird ein Entscheid von grosser Tragweite getroffen. Alexander Mosimann spricht verächtlich von «Nullsummenspiel». Im Jahresbericht 2009 (geschrieben 2010!) schreibt er aber: «Das Kreuz begeistert mit marktfrischer Küche und ist ein sicherer Wert für Gourmets und alle, bei denen Genuss und Essen zusammengehören. Im Kreuz verwöhnen wir mit Leidenschaft auch geschlossene Gesellschaften.» Dem ist nichts mehr beizufügen als: Wir wehren uns für unser Kreuz. Das Haus gehört uns Steuerzahlern. Das heisst: Der Gemeinderat steht nun in der Pflicht. Wir wollen, dass das Restaurant ohne Abstriche so weitergeführt wird wie bisher. Die hervorragenden Angestellten sollen ihren Arbeitsplatz behalten können, der Gemeinderat soll die dazu nötige Übergangslösung erarbeiten, sodass anschliessend in aller Ruhe eine würdige und nachhaltige Nachfolgeregelung geschaffen werden kann. Albert WeibelHerzogenbuchsee Seit das Regionale Arbeitszentrum (RAZ) den Betrieb übernommen hat, bin ich Gast im Kreuz. Was in dieser Gaststätte von den Mitarbeitern geboten wird, stimmt rundum: - freundliche, kompetente Bedienung; - ausgezeichnete Küche; - auserlesene Weine und das frische Hasli-Bier vom Fass. Das Bewusstsein, dass in diesem Betrieb auch Menschen mit einer Behinderung Arbeit und damit Sinnerfüllung finden, trägt ebenfalls zur positiven Stimmung und zum guten Eindruck bei. «RAZ–Lebensraum für Menschen mit einer Behinderung». Dieser Leitspruch steht sicher nicht nur als Fanal auf jeder Seite des RAZ-Internet-Portals. Ich denke, es ist wohl und sollte auch Leitlinie für die Tätigkeit aller daran Beteiligten sein. Was jetzt passiert ist, empfinde ich als Streichresultat, als Nuller, um in der Schützensprache zu reden. Wir als Gäste und das Regionale Arbeitszentrum als Gastgeber sind nicht nur einfach kommerzielle, sondern auch soziale Partner. Mit einer gegenseitigen Verpflichtung wie das sinngemäss bereits St. Exupéry im «Kleinen Prinzen» ausgedrückt hat. In einer solchen Partnerschaft, auch gegenüber dem Personal, kann man nicht einfach mit der Berufung auf (nicht einsehbare) kommerzielle Zwänge Knall auf Fall davonlaufen. Das RAZ soll auf diesen Entscheid zurückkommen und die Gastfreundschaft Kreuz Buchsi weiterleben lassen! Willy KämpferHeimenhausen>

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