Zum Hauptinhalt springen

«Wir schickten kein Kind in die Kleinklasse zurück»

Im Schulhaus Lorraine wurde vor vier Jahren eine Kleinklasse A für Schüler mit schwächeren Schulleistungen aufgehoben. In dieser Zeit hat das Lehrerkollegium im Rahmen eines Pilotprojekts insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler in Regelklassen integriert. In drei Fällen, so Schulleiter Andreas Kohler, habe man mit der Zeit die reduzierten Lehrziele weglassen können. «Wir mussten kein einziges Kind zurück in eine Kleinklasse schicken.» Die Erkenntnis, dass eine Kleinklassenzuteilung oft willkürlich und wenig förderlich für die betroffenen Kinder ist, bewog das Kollegium zum Integrationsprojekt. Sowohl für die Lehrpersonen der Kleinklasse wie für jene der Regelklasse sei der Schritt eine Herausforderung gewesen. «Erstere hatten nun keine eigene Klasse mehr», erzählt Kohler. Letztere hingegen mussten ihre Zimmertüre für die Heilpädagogen öffnen. «Beide müssen bereit sein, flexibel zu arbeiten.» Eine Umfrage bei den Kindern, Eltern und Lehrpersonen habe ein «sehr positives Fazit» ergeben. Hilfreich sei, dass die Lorraine mit ihrem Modell «Twann» (gemischte Oberstufe) reiche Erfahrungen im Umgang mit Heterogenität besitze. Dann sei der Wille der Beteiligten entscheidend: «Wir integrieren keine Sonderlinge, sondern wir sind eine Klasse für alle Kinder mit ihren jeweiligen Besonderheiten.» Die Zusammenarbeit müsse gut vorbereitet sein, und natürlich brauche es genügend Ressourcen. Mit der Auflösung einer Kleinklasse werde aber eine Lehrkraft frei. Kohler ist überzeugt: «Diese Ressourcen werden jetzt wesentlich effektiver und effizienter eingesetzt.» cab>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch