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Wie die Väter, so die Töchter

Die Tradition des Hornussens lebt auch mit den Frauen weiter – oft zum Stolz der Väter, wie ein

Stefanie Portner aus Thun hat freudig die Idee von Melanie Schori aus Frauchwil-Zimlisberg aufgenommen, die ein erstes Frauenhornussen mit 27 Teilnehmerinnen organisiert hatte. Da in Thun ein ansehnlicher Hornusserplatz zur Verfügung steht, hat Portner mit ihrer Kollegin Karin Hügli aus Heimis-wil-Berg die Organisation eines zweiten Frauenhornussens in Angriff genommen. 35 Teilnehmerinnen erlebten am Samstag in Thun ein tolles Meeting – und sie standen ihren «Männersport»-Kollegen keineswegs nach. Beim Treffen in Thun gings um die Stufe drei (erste Stufe betrifft den Jahrgang 2000, die zweite 2001 bis 1997 und die dritte 1996 bis 1994). Die Idee ist, Nachwuchs zu begeistern, damit diese Sportart, die aus einer Familientradition heraus an die Jungen weitergegeben wird, für Frauen nicht ausstirbt. Der Stolz der Väter ist nicht übersehbar. Packen sie beim Fest doch tatkräftig an, ohne dabei jedoch an der Eigenverantwortung der Organisatorinnen zu rütteln. Es sind dieselben Schindeln wie bei ihren Vätern, welche die Hornusserinnen in die Luft werfen, und es sind dieselben Regeln, die sie einhalten. Das Ries (abgestecktes Feld), der Nouss («Ball»), der Träf (Holz), der Lätt, all das übernimmt der weibliche Nachwuchs mit Begeisterung und der nötigen Achtung, die sie ihrer Tradition entgegenbringt. Wieder in Thun? Die Organisatorin, Stefanie Portner, war am Samstag die einzige Thunerin. Die meisten Teilnehmerinnen reisten aus dem Emmental an. Da sich der Thuner Hornusserplatz für grössere Anlässe gut eignet, schliesst Portner ein drittes Frauenhornussen auch nächstes Jahr in Thun nicht aus. Lotte Brenner>

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