Zum Hauptinhalt springen

Werner Steuri hat Klage in Strassburg eingereicht

fuhrenmatteWerner Steuri aus Steffisburg hat gegen die Gemeindebehörden von Grindelwald und Behörden des Kantons Bern sowie die Leitung der Gönnervereinigung der Schweizerischen Paraplegikerstifung Beschwerde beim Europäischen

«Die Gönnervereinigung hat einen Bundesgerichtsentscheid nicht akzeptiert und durch Fehlverhalten einen beträchtlichen Schaden für die Gelähmten verursacht, das akzeptiere ich nicht», lässt sich der Kläger zitieren. Er habe aus 25 Ordnern 1027 Dokumente mit brisantem Inhalt in Strassburg eingereicht. Dort sind die Akten auch angekommen, auf Anfrage wurde der Eingang bestätigt. Ausschlaggebend für Steuris Klage sind die Vorkommnisse um die Fuhrenmatte, wo heute das Swiss Alp Resort steht. «Dort wurden auf gesetzeswidrig umgezontem Land Spekulantenchalets errichtet», sagt Steuri. Die Häuser seien verteilt auf über 5000 Quadratmeter, von der Gemeindeversammlung sei aber nur die Hälfte bewilligt worden. Auch fehlte gemäss Steuri eine entsprechende Baupublikation, «trotzdem hielt der Regierungsstatthalter von Interlaken fest, dass eine Bekanntmachung ohne Einsprachen erfolgt sei», sagt Steuri. Der Streit um die Fuhrenmatte geht auf das Jahr 1997 zurück, als der Gründer der Paraplegiker-Stiftung Guido A.Zäch ein Hotel bauen wollte. Die Fuhrenmatte AG, eine Tochter der Stiftung, erhielt aus Spendengeldern ein Darlehen von 6,9 Millionen Franken für Landkauf, Planung und Bau einer Erschliessungsstrasse. Ende Dezember 2009 betrug gemäss Steuri in der Buchhaltung der Gönnervereinigung die Gesamtschuld von «Grindelwald» (Swiss Alp Resort AG und Einwohnergemeinde) 9971500 Franken. Gleichen Datums wurden aber Abschreibungen von 6971500 Franken vorgenommen, «weil man ja die gesamte Summe nicht zurückfordern könne», wie vonseiten Paraplegikerstiftung argumentiert worden sei, führt Steuri aus. «Laut Infrastrukturvertrag von 1999 sollte die Umfahrung West durch die Gemeinde erstellt und unterhalten werden», sagt Steuri. Doch diese Vereinbarung sei auch missachtet worden. «Ich gebe nicht auf» Einen Teilerfolg konnte er aber vor gut einem Jahr an der Gönnerversammlung erzielen, er forderte eine Rückzahlung des Darlehens (wir haben berichtet). Was auch beschlossen wurde, 4,5 Millionen Franken sollen demnach in die Kasse der Vereinigung zurückfliessen. 2,4 Millionen Darlehen und rund 3 Millionen Zinsen würden verloren gehen, erklärte der Finanzchef Pius Bernet damals. Doch Steuri stellte einen weiteren Antrag, dass die Vereinigung von der Gemeinde Grindelwald weitere 4 Millionen zurückfordern müsse wegen des Baus der Erschliessungsstrasse. Diese Forderung jedoch lehnte die Versammlung ab. Werner Steuri: «Ich gebe nicht auf.» jez>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch