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«Wehret den Anfängen»

ThörigenDie SVP-Sektion Thörigen und die Junge SVP Oberaargau rufen zum Kampf gegen die geplante Regionalkonferenz auf. An einer Veranstaltung in Thörigen wurde mit dem Säbel gerasselt.

Am Montagabend machte der Wahlkampftross der bernischen SVP im Restaurant Sternen in Thörigen halt. Beizeiten montierten die anwesenden Nationalratskandidierenden ihre Plakate an einen Weidezaun, und quasi zur Vorspeise gab es Speckrösti aus Albert Röstis Rösti-Express. Den Hauptgang servierte eine Stunde später Grossrat Andreas Blank aus Aarberg. Einziger «Menüpunkt» war der Kampf gegen die Regionalkonferenz, welche im Verwaltungskreis Oberaargau auf den 1.Januar 2013 eingeführt werden soll. Noch bis Ende August läuft die öffentliche Mitwirkung. Voraussichtlich am 11.März 2012 wird in den 47 Gemeinden über das Projekt abgestimmt. Damit die Regionalkonferenz eingeführt werden kann, braucht es ein doppeltes Ja: das Ja der Stimmberechtigten und das Ja der Gemeinden. Die SVP-Sektion Thörigen und die Junge SVP Oberaargau wollen alle Hebel in Bewegung setzen, um die Regionalkonferenz an der Urne zu versenken. «Wehret den Anfängen», rief Blank in den Saal, entschlossen, der «wachsenden Bevormundung durch den Staat» entgegenzutreten. Statt von unten nach oben würde nach Ansicht von Blank und seinen Gefährten mit der Regionalkonferenz von oben nach unten regiert. Reglemente, zwei Dutzend Gesetzesartikel und ein Verfassungsartikel belegten, dass der Staat dadurch weder schlanker noch effizienter würde, so Blank. Vielmehr werde eine vierte Staatsebene zwischen die Gemeinden und den Kanton geschoben. Die Folgen seien wachsende Kosten, welche das Volk zu berappen habe, da der Kanton schon heute mit Defiziten kämpfe. Entvölkerung der Dörfer? Die Gegner der Regionalkonferenz waren sich in Thörigen einig: Der Oberaargau ist mehr als Herzogenbuchsee, Huttwil, Langenthal und zwei Autobahnausfahrten. Diesem «Zentralismus und Gigantismus» sei Einhalt zu gebieten. Den Dörfern drohe sonst eine Entvölkerung. Dabei seien sie die Orte, wo direktdemokratische Prozesse möglich seien und Behörden noch zurückgepfiffen werden könnten. Mehr als die bisherige freiwillige Zusammenarbeit im Verein Region Oberaargau sei abzulehnen. Stattdessen müssten die Gemeinden mehr Kompetenzen und finanzielle Mittel erhalten, um ihre Gemeinwesen möglichst autonom gestalten zu können. Hanspeter Flückiger/drh>

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