Zum Hauptinhalt springen

Die Grünen räumen ab

Chefredaktor Stefan Geissbühler zu den Wahlergebnissen in Thun.

Es ist ein eigentlicher Start-Ziel-Sieg, den Andrea de Meuron hingelegt hat. Die auch auf kantonaler Ebene Politisierende ist ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und nimmt als erste Grüne Einsitz in der Thuner Regierung. In dieser wird sie die Wandlung von der oftmals aus der Oppositionsrolle aus agierenden Politikerin zur staatstragenden Exekutivpolitikerin vollziehen müssen. Stichwort Kollegialitätsprinzip.

Für die SP ist es schmerzlich, dass ihr ausgerechnet die Bündnispartnerin den zweiten Sitz in der Regierung wegschnappt. Aber die Nachfolgeplanung für die zurücktretende Marianne Dumermuth war ungenügend.

Der parteilose Matthias Zellweger – die fehlende Basis respektive die fehlenden Parteistimmen lassen grüssen – verpasst die Wahl in den Gemeinderat, verzeichnet aber bei der Stadtpräsidentenwahl einen Achtungserfolg. 37,3 Prozent gaben ihm gegenüber dem amtierenden Raphael Lanz (SVP) den Vorzug.

Unter ferner liefen muss das Ergebnis von Ex-Grossratspräsident Carlos Reinhard von der FDP abgebucht werden – immerhin wurde er in den Stadtrat gewählt. Übrigens stehen auch in diesem die Zeichen auf Grün: Mit acht Mandaten besetzen die Grünen jetzt gleich viele Sitze wie die SP und nur zwei weniger als die SVP.

Ein Wort zur Stimmbeteiligung: Nur 39,45 Prozent äusserten sich zu den Gemeinderatswahlen. Deutlich mehr als der Hälfte der Thuner Wahl­berechtigten ist es also schlicht egal, wie ihre Regierung aussieht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch