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Voller Leid und voller Freud?!

PASSION – OSTERNGibt es einen grösseren Gegensatz als Tod und Leben, als Karfreitag und Ostern? Katastrophen und Kriege, Leid und Schmerzen wo wir hinschauen. Wo aber wird Auferstehungskraft sichtbar? Wo erleben wir Osterfreude?

Die Leiden dieser Welt schmerzen. Darin steckt eigenes und fremdes Leid. Psychische und körperliche Leiden, Tod, Leid in Ehen, Familien, im Beruf. Katastrophen wie in Japan, Kriege wie in Libyen und in der Elfenbeinküste. Wie gehen wir mit diesen Leiden um, ohne von ihnen erdrückt zu werden? Das Herz schmerzt Mich hat geärgert, dass es in Bezug auf Japan sehr schnell wieder um uns hier im Westen ging, um die Auswirkung auf die Weltwirtschaft, auf den Tourismus, um die Gefahr der Verseuchung unserer Luft und unserer Lebensmittel, usw. Die menschliche Not wurde in den Hintergrund gedrängt. Ich finde es nicht richtig, dass man solche Ereignisse vorschnell politisch ausschlachtet und für wahltaktische Manöver nutzt. Wir zerreden in Berichten und Analysen ein schreckliches Ereignis und lassen der Trauer keinen Raum. Wir meinen, wir hätten für alles eine Antwort. Wir suchen sofort den Schuldigen, urteilen und verurteilen, machen Vorschläge, geben Ratschläge und plappern so viele Unwahrheiten nach. (Z.B. Elfenbeinküste: Der eine ist der Gute, der andere der Böse.) Es gibt viele Arten von Verdrängungsmechanismen, auch bei uns Christen. Wenn wir vorschnell Endzeitaussagen der Bibel zitieren, um Mitleid zu vermeiden, dann sind sie fehl am Platz. Natürlich sollen wir auf Gott schauen, aber vergessen wir nicht, auch hinzuschauen. Was heisst denn ehrlich mitleiden? Wir müssen Leiden nicht verdrängen oder überspielen, sondern annehmen. Jesus Christus ist uns auch in dieser Beziehung vorangegangen. Ihn traf die Not der Menschen im Innersten seines Herzens. ER litt mit (com-passion). Ich möchte jedem von uns Mut machen, eigenes und fremdes Leiden zuzulassen, auch wenn es Zeit braucht und Tränen kostet. Wie kann ich helfen? Das ist zunächst eine Frage, die wir Gott stellen sollten. Unsere Hilfe kann so gut gemeint und theologisch richtig sein und Leidende doch am Boden zerstören. Freude in allem Leide?Einige Tränen für die Leiden der Welt werden uns auf dieser Erde schon abgewischt - viele andere nicht. Aber wir können immer wieder in Gott und seinem Wort Trost suchen und erfahren: Durchs eigene Getröstet werden, lernen wir trösten (2.Kor 1,4). Das Leiden der Welt wird noch zunehmen. Die Offenbarung spricht darüber Klartext. Es wird entscheidend sein, wie wir mit dem Leiden, das auch uns treffen wird, umgehen werden, ob wir bereit sind mitzuleiden. Das wird für uns Christen eine der grössten Herausforderungen der Zukunft sein. Wir können uns schon heute rüsten, indem wir im Kleinen lernen, die Last des Andern mitzutragen und uns auch von Herzen mitzufreuen, wo Gott heilend eingreift. Wann werden wir ein für allemal getröstet sein? Im Reich des Herrn wird es kein Leid, keinen Tod, keine Tränen mehr geben. (Off. 21.4).Nicht nur die Tränen werden uns abgewischt werden, sondern wir werden voller Freude sein. Wir werden lachen, uns freuen an Christus und seiner Erlösung – ein unvorstellbares Osterlachen. Auszug aus der Predigt «Selig sind, die Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden», Paul Bachmann, Pfarrer EGW, Spiez/hm>

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