Zum Hauptinhalt springen

Viel «Büez» für Helfer und Skistars

Die 40500 Zuschauer, die dem Weltcup Adelboden trotz «Riesen»-Abbruchs eine Rekordkulisse bescherten, sind weg. 130 Leute räumen nun während gut zehn Tagen ab und auf. Fast alle Skiteams sind noch am Chuenisbärgli im Einsatz.

Er habe normal lange und qualitativ gut geschlafen, sagte OK-Präsident Peter Willen gestern, am Tag nach den Rekordrennen von Adelboden. Das wohl auch, weil der Grossanlass ohne grössere Zwischenfälle über die winterliche Bühne ging. «Ein Fahrer hat sich verletzt und einige Besucher erlitten Blessuren – jedoch nichts Schwerwiegendes.» Er habe am Sonntag die Sanität und den Security-Dienst besucht, «da war alles ruhig.» Am Samstag mit dem Grossaufmarsch hätten sie schon etwas mehr Arbeit gehabt. Trotz des allseits bedauerten Abbruchs des «Riesens» wird die 44. Weltcup-Auflage als eine der Rekorde in die Annalen eingehen: 28000 Skifans waren am Samstag und deren 12500 am Sonntag ans Chuenisbärgli gepilgert. Willen geht davon aus, dass die aktuelle Weltcup-Rechnung trotz des Rennausfalls unterm Strich in etwa aufgehen dürfte. «Das ist das Ziel. Verdienen wollen wir nichts», betonte er. 90 Lastwagen Material Gestern nun wurde mit den Auf- und Abräumarbeiten der jährlich wachsenden Infrastruktur gestartet. Haben 2009 noch 60 Sattelschlepperladungen Material Adelboden verlassen, werden es in diesem Jahr laut dem OK-Chef deren 90 sein. «Für den Abbau werden 120 bis 130 Leute eingesetzt – unsere Festangestellten sowie Zivilschützer und Armeeangehörige.» Binnen zehn Tagen sollen sie dafür sorgen, dass im Boden wieder der (ruhige) Alltag einkehrt und die letzten baulichen Zeugen des Skiweltcups verschwunden sind. «Die Abfallmenge bewegt sich im üblichen Rahmen», antwortete Peter Willen auf die Frage, ob mit dem Rekord auch der Abfallberg angewachsen sei. «2000 Besuchende mehr fallen nicht ins Gewicht», ergänzte der Weltcup-Präsident. 2009 lag der Zuschauerrekord bei 38500 Zahlenden. Seit zwei Jahren stellen die Weltcup-Macher Abfallstationen zur Trennung des Kehrichts auf. Glas (einzig Weinflaschen) wird nur noch gegen Pfand abgegeben. Die Massnahmen, die nötig waren, so Willen, hätten voll gegriffen. «Das, weil die Leute zum Glück mitmachen.» Viel Verkehr am «Bärgli» Noch hat der Weltcup-Tross das Lohnerdorf nicht Richtung Wengen verlassen. Dort steht ab Freitag mit den 80. Internationalen Lauberhornrennen Teil zwei der Oberländer Rennwoche auf dem Programm. Laut Peter Willen machen diese Woche noch praktisch alle Skiteams von der «idealen Situation» am Chuenisbärgli Gebrauch. So trainierten gestern sieben Teams auf der Rennstrecke Slalom – unter anderem die Österreicher, die Norweger und die Kroaten. Auch die Schweizer carvten laut Martin Hari vom Adelbodner Weltcup-Büro über den legendären Hang: «Sie trainierten mit vier anderen Teams Riesenslalom. Am Dienstag und Mittwoch wird es hier etwas ruhiger, doch am Donnerstag und Freitag stehen wieder viele Slalomläufe an.» Nicht immer waren die Skistars in der Vergangenheit auch neben der Piste schnell. So dauerte es teils länger, bis alle Preisgelder eingelöst waren. «In diesem Jahr wurden alle abgeholt», wusste Martin Hari gestern im Rennbüro. Den Rekord hält diesbezüglich übrigens der Italiener «Max» Blardone: Nach dem zweiten Rang 2007 steckte sein Preisgeld-Scheck über 25000 Franken bis August in der Skijacke Jürg Spielmann>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch