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Uran, Plutonium, Jod, Cäsium

Folgende radioaktive Stoffe können bei einem AKW-Unfall austreten: Uran ist ein Metall. Es ist der «Brennstoff» in den meisten AKW. Uran kommt nur in radioaktiver Form vor. Das in Reaktoren verwendete Uran-235 hat eine Halbwertszeit von 700 Millionen Jahren. Das heisst, es baut sich in dieser Zeit zur Hälfte ab. Plutonium ist der berüchtigtste Stoff unter den radioaktiven Substanzen. Plutonium ist ebenfalls ein Metall. In «gewöhnlichen» Kernkraftwerken ist es nur ein Abfallprodukt. In einigen wenigen Reaktoren - zum Beispiel im havarierten Reaktor 3 des Kraftwerks Fukushima – ist es aber auch als Brennstoff im Einsatz. Deshalb kommt Plutonium dort in grösserer Menge vor als in «gewöhnlichen» Reaktoren. Dieser Umstand bereitet Experten zurzeit besondere Sorgen. Plutonium ist so gefährlich, weil es nicht nur starke Alphastrahlung aussendet, sondern auch chemisch hochgiftig ist. Der Bruchteil eines Grammes wirkt bei der Einnahme tödlich. Plutonium-239 hat eine Halbwertszeit von 24000 Jahren. Cäsium ist ebenfalls ein Metall. Anders als Plutonium und Uran existiert es aber auch in nicht radioaktiver Form. In Kernkraftwerken gibt es Cäsium bloss, weil es als Abfall- respektive Zerfallsprodukt von Uran entsteht. Das in Reaktoren entstehende Cäsium ist radioaktiv. Bekannt wurde radioaktives Cäsium beim Unfall von Tschernobyl. Dort wurden grosse Mengen an radioaktivem Cäsium über Hunderte von Kilometern vom Winde verweht, weil es besonders «flugfähig» ist. Das Problem: Pilze und Pflanzen speichern wenig konzentriertes Cäsium im Gewebe in hoher Konzentration. Pilze in weiten Teilen Europas enthielten Jahre später noch radioaktives Cäsium. Cäsium hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren. Jod ist kein Metall. Jod kommt wie Cäsium in der Natur als nichtradioaktiver Stoff vor. Jod ist zudem wie Cäsium in Kernkraftwerken bloss ein Abfall- respektive Zerfallsprodukt. Es entsteht aus Uran. Radioaktives Jod sammelt sich in der menschlichen Schilddrüse an und verursacht Schilddrüsenkrebs. Dies kann verhindert werden, indem der dortige Jodspeicher zuvor mit gewöhnlichem Jod gefüllt wird. Dies geschieht durch die Einnahme von Jodtabletten. Jod-131 hat eine Halbwertszeit von acht Tagen. Strontium ist ein Metall. In seiner radioaktiven Form entsteht es im AKW ebenfalls beim Zerfall von Uran. Es kann unter anderem Leukämie auslösen. Die Halbwertszeit beträgt 28½ Jahre.ma>

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