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Unwetter weckt Angst vor Überschwemmungen

JapanDie Menschen in den Katastrophengebieten im Nordosten Japans sind gestern von heftigen Regenfällen heimgesucht worden. Strassen standen unter Wasser

Die japanischen Behörden haben nach heftigen Regenfällen vor möglichen Erdrutschen gewarnt. Der Grund: Durch das Megabeben und den Tsunami vom 11. März hat sich stellenweise der Boden gelockert. In den Flüchtlingslagern riefen die heftigen Regenfälle Erinnerungen an den verheerenden Tsunami wach. «Die Angst vor Überschwemmung ist wirklich furchtbar», sagte ein 79 Jahre alter Mann in Ishinomaki. Auch im Tiefgeschoss von Reaktor 1 im zerstörten Atomkraftwerk von Fukushima ist der Wasserstand gestiegen, was offensichtlich auf die Regenfälle zurückzuführen ist. Der Betreiberkonzern Tepco erwarte jedoch keine Auswirkungen auf den Zeitplan zum Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers, mit dem die Reaktoren bislang gekühlt werden. Der Betreiberkonzern zweifle aber daran, die Lage in dem zerstörten AKW bis Jahresende stabilisieren zu können. Mancher Vertreter von Tepco sei der Ansicht, dass die teilweise Kernschmelze in den Reaktoren 1 bis 3 die Reparaturarbeiten verzögern dürften, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Tepco hatte am 17. April erklärt, das AKW in sechs bis neun Monaten stabilisieren zu wollen. Unmut über Regierung Unterdessen zeigen sich immer mehr Menschen unzufrieden mit dem Krisenmanagement von Ministerpräsident Naoto Kan. Laut der Wirtschaftszeitung «Nikkei» und des Fernsehsenders TV Tokio drückten 74 Prozent der Befragten ihre Missbilligung aus. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im April. Die Opposition will Kan mit einem Misstrauensantrag im Parlament zu Fall bringen. Kan ist aber zuversichtlich, ihn zu überstehen. Allerdings regt sich auch in seinem eigenen Lager Unmut.sda>

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