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Universität Bern soll Publikationswut bändigen

Kritiker wie Uni-Dozent Rudolf Strahm monieren, die Universität Bern publiziere zu viel «Uni-Schrott».

Will eine Universität in den internationalen Rangierungen vorne mit dabei sein, muss sie möglichst viele Arbeiten publizieren. Viele der bekanntesten Rankings legen ihren Berechnungen nämlich die Anzahl Forschungspublikationen in den Fachjournalen zu Grunde. Alt SP-Nationalrat, Ökonom und Uni-Dozent Rudolf Strahm glaubt, dies wirke sich negativ auf die Universitäten und ihre Arbeit aus. So kritisiert er, dass die Universität Bern bei der Professorenauswahl zu wenig auf die Lehrbefähigung fokussiere. «Es zählen nur noch die Publikationen in internationalen Journalen», so Strahm. Dabei werde aber auch viel «Uni-Schrott» produziert. Der zuständige Berner Re-gierungsrat, Erziehungsdirektor Bernhard Pulver, erachtet die hohe Anzahl Publikationen ebenfalls als problematisch. Denn die Qualität der Arbeit sei wichtiger, als viel zu veröffentlichen. Der Berner Universitätsrektor Urs Würgler stellt klar, dass «seine» Universität entschieden habe, ihre Strategie nicht auf diese internationalen Bewertungen auszurichten. Trotzdem kann sich Pulver vorstellen, in der Ausführungsverordnung des neuen Universitätsgesetzes gewisse Regeln betreffend das Auswahlverfahren für Professurstellen zu überprüfen. Die StudentInnenschaft der Universität Bern (SUB) fordert eine eingehende Untersuchung der Lehre.mic Seite 3>

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