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Unbekümmert in den Halbfinal

volleyballVolley Köniz kann heute mit einem Sieg auswärts gegen Kanti

Als Sarina Schafflützel im Sommer von Biel nach Köniz wechselte, tat sie dies im Bewusstsein, beim Berner Team vorerst eine Nebenrolle zu bekleiden. «Ich rechnete damit, gelegentlich beim Service zu kurzen Einsätzen zu kommen.» Nun ist Februar. Die Meisterschaft befindet sich in der entscheidenden Phase, und die 18-Jährige ist mittendrin statt nur dabei. Im ersten Viertelfinalspiel vor Wochenfrist wechselte sie Trainer Dirk Gross noch im ersten Satz für Barbara Dégi ein. Und Sarina Schafflützel vermochte zu überzeugen. Sie agierte unbekümmert und abgeklärt. Der Druck sei zwar gross gewesen, sagt die Bernerin, «trotzdem ist es mir gelungen, locker zu bleiben». Mit ihrer Leistung trug sie tatkräftig zum wichtigen 3:2-Heimsieg gegen Kanti Schaffhausen bei. Am liebsten ohne Umweg Der Erfolg vor Wochenfrist erlaubt es Köniz, gelassener in die Auswärtspartie von heute zu gehen. Bei einer allfälligen Niederlage in Schaffhausen hätten sie die Möglichkeit, die Best-of-3-Serie mit einem Heimsieg am Sonntag für sich zu entscheiden. Ein Gedankenspiel, das bei den Bernerinnen jedoch keinen Anklang findet. Sie sind bestrebt, den kürzestmöglichen Weg zu gehen, sprich die Serie bereits heute zu beenden. «Unsere Konzentration und Energie ist voll und ganz auf das Spiel vom Samstag gerichtet», sagt Trainer Dirk Gross. Seine jüngste Akteurin rechnet mit einer engen Begegnung. «Die letzten drei Partien gingen jeweils über fünf Sätze. Darauf müssen wir uns einstellen.» Köniz nutzte die vergangene Woche, um sich intensiv auf das zweite Duell mit Kanti vorzubereiten. In der Videoanalyse wurde Dirk Gross bewusst, dass sein Team noch über einige Reserven verfügt. «Wir können uns sowohl im Angriff wie auch beim Block steigern.» Ihre Rivalinnen aus der Ostschweiz befanden sich derweil auf Reisen. Am Donnerstagabend traten sie im Challenge Cup in Finnland bei LP Salo an. Nach der 0:3-Niederlage ist das europäische Abenteuer für sie beendet. Gestern kehrte das Team aus Finnland zurück. Sarina Schafflützel geht davon aus, dass Kanti die Strapazen spüren wird. Trotzdem bedürfe es vollen Einsatzes, um zum Erfolg zu kommen. Wie viel die Juniorennationalspielerin dazu beitragen kann, weiss sie nicht. Nach der guten Leistung vom letzten Samstag kann sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startformation machen. Ob sie oder Barbara Dégi von Beginn weg im Einsatz steht, wird Dirk Gross beim Einspielen entscheiden. «Sollte es klappen, wäre es eine riesige Ehre für mich. Wenn nicht, versuche ich, bei einem allfälligen Einsatz meine Chance zu nutzen». So oder so befindet sich Sarina Schafflützel mittlerweile in einer Position, die sie sich noch im Sommer nicht erträumt hätte. Dominic Wuillemin>

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