Zum Hauptinhalt springen

Thunersterns Fall in hintere Regionen

Nach der 1:2-Niederlage in Uttigen befindet sich der SC Thunerstern unter dem Strich – und damit akut

Der SC Thunerstern spielt derzeit oft; insofern ist er daran aufzuholen. Gewonnen hat zuletzt aber vornehmlich die Rangliste – und zwar an Aussagekraft. Ein Blick darauf ist Oberländern abzuraten – sie offenbart Böses: Sowohl der RSC Uttigen als auch Thunerstern, notabene Vizemeister der letzten beiden Jahre, sind unter dem Strich klassiert; sie laufen damit Gefahr, die Finalrunde zu verpassen. Bemerkenswert: Seit der Jahrtausendwende konnten sich die drei Oberländer Vereine stets unter den ersten sechs Mannschaften platzieren. Diese Serie, das zeichnet sich ab, wird nicht fortgeführt werden können. Überhaupt ereignen sich interessante Dinge. Der RHC Genf etwa setzte sich ab, während Weil, einst gleichauf mit den Westschweizern, in den letzten sechs Spielen nur ein Mal siegte. In Zuge dessen konnte das Mittelfeld, wozu der RHC Wimmis zu zählen ist, Terrain wettmachen und beinahe zu den Deutschen aufschliessen. Thunerstern und Uttigen werden sich mit dem RC Biasca um den letzten Platz in der Finalrunde streiten. Wahrscheinlich ist, dass sich ein Oberländer Vertreter durchsetzen und zu den faktisch bereits qualifizierten Wimmisern gesellen wird. Diente dafür der Ausgang des Direktvergleichs als alleinige Referenz – Uttigen würde favorisiert. Das Team Bernard Seilers setzte sich in einer Partie durch, die erst sehr gemächlich und uninspiriert geführt, aber zunehmend packend wurde. Das gipfelte in einer dramatischen Schlussphase, als Thun, nach dem Ausgleich strebend, in der Person Raphael Röllins drei Hochkaräter vergab. Die Thuner hatten in Halbzeit eins Vorteile und ein deutliches Chancenplus gehabt, daraus aber wenig Nutzen ziehen können. Mit dem 0:1-Rückstand war Uttigen gut bedient. Es legte zu, konnte gleich nach der Pause egalisieren und darauf in Führung gehen. «Wir wollten in dieser Phase zu viel und wichen vom Konzept ab», sagte Bruno Lehmann. Der Trainer machte eine Verunsicherung seiner Spieler aus. Zu Recht. Sie manifestierte sich in Situationen, in denen Thuner den Ball eine lange Weile führten – und dann doch einen Fehlpass schlugen, was freilich auch als Unkonzentriertheit hätte gedeutet werden können. Lehmann bewertet die Ausgangslage als schwierig, aber machbar. «Noch sind etliche Partien ausstehend.» Am Sonntag werden die Thuner in Montreux gastieren, tags zuvor empfangen sie mit Blanes eine spanische Profimannschaft im Europacup. Noch rund zwei Wochen verzichten müssen sie auf den verletzten Michael Müller. Der Captain hatte in den letzten beiden Jahren grossen Anteil am Hoch, das vorüber zu sein scheint. Adrian HornTelegramm/Rangliste Seite 16 >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch