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Thuner Podestträume fallen ins Wasser

wasserballMit dem vierten Platz an der Schweizer Meisterschaft erzielten die Thuner Wasserballerinnen ihr bestes Resultat seit 10 Jahren. Trotzdem tritt das Team in der nächsten Saison nicht mehr an, wie Trainer Jochen Soder verrät.

Der kleine Final an der Schweizer Meisterschaft gegen Winterthur war für die Thuner Wasserballerinnen ein erbitterter Kampf – mit bitterem Ausgang. In den ersten beiden Vierteln gingen die Winterthurerinnen mit 6:2 in Führung und hatten den Match scheinbar schon in der Tasche. In einem Kraftakt im dritten Viertel aber rissen die Thunerinnen das Ruder herum und zogen mit 7:6 in die Schlussrunde – alles war wieder offen. Mit zwei Weitschüssen und einem Konter waren es aber die Winterthurerinnen, die mit dem Endresultat 10:7 jubelnd aus dem Wasser stiegen. Unterschiedliche Erwartungen «Es wäre mehr drin gelegen, wir hätten es gekonnt», sagt Trainer Jochen Soder. Neben dem weinenden gebe es aber auch ein lachendes Auge: «Unser Ziel war, unter die ersten Vier zu kommen, und das haben wir geschafft», meint der langjährige Wasserballer. Ein Grund für den verpassten dritten Podestplatz sind für ihn die teilweise unterschiedlichen Erwartungshaltungen der Spielerinnen. «Einige hätten diese Saison mehr gewollt, für andere war das Pflichtprogramm bereits das Maximum.» So seien einige Spielerinnen am Schluss sehr enttäuscht gewesen. Mehr gewollt etwa hätte Valerie Jacot, mit 16 Jahren die Jüngste im Team: «Wenn wir gegen Schluss mehr angezogen hätten, wäre mehr dringelegen.» Das junge Talent wird sich nun in der Nachwuchsnationalmannschaft engagieren – und in Zukunft vielleicht die Nachfolge von Martina Kratzer, der langjährigen Leaderin des Teams, antreten. Bestes Resultat seit 10 Jahren Der vierte Rang in der Nationalliga – mangels Mannschaften gibt es nur die eine Liga – ist das beste Resultat des Frauenteams seit 10 Jahren. Und dies, obwohl eine Spielerin mitten in der Saison schwanger wurde und aussteigen musste. Ein erstes Highlight der Saison war der Einzug in die Halbfinals mit einem Sieg gegen Genf. «Es war ein fantastischer Match, das hat dem ganzen Team Aufschwung gegeben», schwärmt Trainer Soder. In die nächste Saison können die Thunerinnen ihren Schwung aber nicht mitnehmen, weil das Team gar nicht erst antritt. Ein Auslandaufenthalt steht an, und zwei ältere Semester hören ganz auf. «Wir haben schon jetzt wenig Spielraum im Personal, mit weniger geht es nicht», sagt Soder. Um aber bald wieder ein Frauenteam auf die Beine beziehungsweise ins Wasser zu stellen, konzentriert er sich jetzt ganz auf die Juniorinnenförderung. So wird unter seiner Leitung ab Herbst ein Thuner U-17-Frauenteam an der Meisterschaft teilnehmen. Bleibt abzuwarten, ob sie Thun dereinst aufs Podest führen werden. Martina Kammermann>

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