Zum Hauptinhalt springen

Wenn der Zug nicht hält ...

Unmut über BLS-Züge, die trotz Voranmeldung nicht anhalten, wurde an der Gemeindeversammlung in Brenzikofen laut.

Der Bahnhof Brenzikofen. (Archivbild)
Der Bahnhof Brenzikofen. (Archivbild)

Auf Verlangen halten die Regionalzüge, die auf der Strecke zwischen Thun und Konolfingen oder umgekehrt verkehren, einmal pro Stunde in Brenzikofen. Das tun sie aber nicht immer, wenn dafür der entsprechende Knopf an der Station gedrückt wurde.

Diesen Vorwurf erhob ein Votant an der Gemeindeversammlung in Brenzikofen an die Adresse der BLS. Vor 29 Stimmberechtigten (von total 414) kritisierte er auch die häufige Verspätung der Züge und wünschte sich den Bus, der als Bahnersatz verkehrte, zurück, weil dieser immer angehalten habe im Dorf, wie der Redner betonte.

«Das kann vorkommen»

Auf Nachfrage gab die BLS zu, dass am Donnerstag der Frühzug um 6.14 Uhr tatsächlich nicht in Brenzikofen angehalten habe und es deshalb vier Kundenreaktionen gegeben habe. «Das kann vorkommen, passiert aber selten», erklärt Stefan Dauner.

Wie der Mediensprecher sagt, habe es auch nach Aufhebung des Bahnersatzes im Oktober gewisse Probleme gegeben. Die Lokführer hätten jedoch die Anweisung, anzuhalten, auch wenn das Signal nicht betätigt worden sei, aber Personen auf dem Bahnsteig warten würden, heisst es beim Bahnunternehmen.

Direkt auf Zonengrenze

Auch der anstehende Umbau der Bahnstation beschäftigt Brenzikofen. Die Gemeinde hatte Einsprache erhoben, damit ein neues Wartehäuschen gebaut wird (wir berichteten). Wie Gemeindepräsidentin Sabine Lüthi nun informierte, wird derzeit der Installationsplatz erstellt.

Der Abbruch des alten Bahnhofgebäudes soll dann im Oktober 2020 erfolgen. Die Strasse, die aus dem Dorf zur Station führt, erhält kommendes Jahr einen neuen Überzug. Zudem wird ein Projekt für die komplette Sanierung des Strassenstücks ausgearbeitet.

Diese ist für 2022 geplant. Erfreut konnte Sabine Lüthi verkünden, dass Brenzikofen genau auf der Grenze zweier Zonen des neuen Libero-Tarifverbundes liege und so in beiden beheimatet ist, was ein Vorteil für alle Reisenden sei.

Basisstufe auf 2023?

Die ordentlichen Geschäfte der Versammlung passierten problemlos. Der Voranschlag 2020 weist bei gleicher Steueranlage (1,76) und Ausgaben von gut 1,76 Millionen einen Aufwandüberschuss von 98'400 Franken im Gesamthaushalt aus. Tanja Mägli-Wiedmer wurde als neues Mitglied der Schulkommission Brenzikofen/Herbligen gewählt.

Beide Gemeinden führen neu ein gemeinsames Budget für die Schule. Diese werde dadurch gestärkt, betonte Gemeinderat Ruedi Berger. Er informierte weiter, dass die Einführung einer Basisstufe für 2023 ins Auge gefasst werde. Der neue Wegmeister ab 2020 heisst Raffael Lüthi. Dieser wolle bei sich eine Kompostieranlage einrichten, wo auch Bewohner aus den Nachbargemeinden ihr Grüngut deponieren könnten, war zu erfahren.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch