Zum Hauptinhalt springen

Vom Radiobeitrag bis zum Randensaft

Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Wirtschafts- und der Fachmittelschule Thun präsentierten am Freitag und Samstag ihre Abschlussarbeiten.

Kann Randensaft das Tauchen sicherer machen? Ist eine Radioreportage für Jugendliche heute noch möglich und wie dreht man eigentlich ein gutes Werbevideo? Solche und ähnliche Fragen haben sich die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Wirtschafts- und der Fachmittelschule Thun in den letzten Monaten gestellt. Die Antworten darauf stellten sie am Freitag und Samstag in den Präsentationen ihrer Maturaarbeiten, der selbstständigen Arbeiten oder der Interdisziplinären Projektarbeiten (IDPA) vor.

Persönliche Produkte

Mit einem persönlichen Problem beschäftigte sich Lars Weibel, der unter Zöliakie leidet. «Bei meiner Recherche fand ich keine Website, die über Betriebe mit einer glutenfreien Auswahl informiert», sagte Weibel. Für seine Maturaarbeit hat er deshalb die Website www.nonstopglutenfrei.ch erstellt, auf der verschiedene Betriebe aus Thun und der Umgebung aufgeführt sind, die glutenfreie Produkte anbieten. Die Website möchte er ausbauen und bald auch weitere Städte hinzufügen.

Auch einen persönlichen Bezug hatte die IDPA von Janicksan Ejudecharles, der ein Werbevideo gedreht hat. Da das Oberthema «Analog und digital» lautete, entschied er sich, seine beiden Hobbys Motorradfahren und Videos drehen zu verbinden, indem er ein Werbevideo für sein Motorrad – eine Honda CB 500 R – produzierte.

Zum Zuhören

Dominic Spring befasste sich mit Kommunikation, denn er nahm für seine Maturaarbeit eine Radioreportage zum Breakdance-Event The Mirror Battle auf, womit er besonders Jugendliche ansprechen möchte. «Das Medium Radio hat die Möglichkeit, zwischen der Moderation und der Hörerschaft eine emotionale Bindung zu schaffen. Ich sehe die Zukunft des Radios vor allem in Podcasts, die immer und überall angehört werden können», sagte Spring, der schon im Alter von sechs Jahren mit seinem Kassettenrekorder Radiobeiträge machte und seither beim Jugendradio Chico regelmässig moderiert.

Anders als Dominic Spring nahm Naya Zumstein für ihre Maturaarbeit zum ersten Mal etwas in einem professionellen Tonstudio auf. Sie produzierte nämlich einen Audioguide zum Thema «Mörderisches Thun». Inspiration dafür war das Buch «Mordfall Gyger – Eine Spurensuche» von Franziska Streun, Redaktorin beim «Thuner Tagblatt». «Ich habe nach weiteren ähnlichen Fällen gesucht und habe die Homepage der Thuner Chronik gefunden.

Unter dem Stichwort ‹Mord› bin ich auf diverse Artikel gestossen, die ich herausgeschrieben, chronologisch sortiert und in einen Thuner Stadtplan eingetragen habe», sagte Zumstein. Daraus entstanden ist ein Audioguide mit acht Mordfällen, der durch die ganze Stadt führt. In einem nächsten Schritt möchte sie nun die mit einem Informatiker entwickelte App veröffentlichen.

Risikofrei mit Randensaft

Auch Helena Saehrendt stellte in ihrer Maturaarbeitspräsentation ein Produkt vor, nämlich eine Kurzgeschichte, die sie geschrieben und illustriert hat. Mit «Ul-tra Marine Blue» wollte sie ihre Erfahrungen im United-World-Challenge-Programm auf Hawaii verarbeiten und auf ansprechende Art und Weise den Klimawandel thematisieren. «Ich wollte den Klimawandel aus einem anderen Blickwinkel zeigen und Empathie schaffen», sagte Saehrendt. «Eine Kurzgeschichte mit vielen Beschreibungen kann so viel mehr erzielen als nur Statistiken.»

Einen etwas statistischeren Ansatz verfolgte Tim Fischer, indem er die Frage zu beantworten versuchte, ob Randensaft das Tauchen sicherer machen kann. «Randen bewirken eine bessere Durchblutung sämtlicher Blutgefässe, was einen weniger hohen Stickstoffgehalt im Blut nach einem Tauchgang bedeuten sollte», sagte Fischer. Eine definitive Antwort konnte er auf seine Frage zwar nicht finden, fest steht aber, dass das getestete Randensaftkonzentrat den Verlauf der Blasenbildung im Blut massgeblich verändert hat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch