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Voc-à-Lises huldigen Kurt Marti

Anlässlich seines zehnten Geburtstages präsentiert das Frauenensemble Voc-à-Lises zwei Weihnachtskonzerte mit Gedichten von Kurt Marti, gelesen von Schauspieler Christoph Gaugler.

Herzbewegendes Programm: Voc-à-Lises laden über die Weihnachtstage zu zwei Konzerten in Thun und Bern.
Herzbewegendes Programm: Voc-à-Lises laden über die Weihnachtstage zu zwei Konzerten in Thun und Bern.
zvg

«Ich wurde nicht gefragt bei meiner Zeugung, und die mich zeugten, wurden auch nicht gefragt bei ihrer Zeugung. Niemand wurde gefragt, ausser dem Einen, und der sagte Ja!» Kurt Marti sei nah am Menschen dran in seinen Gedichten, wie es die Zeilen aus «Geburt» exemplarisch belegen würden, erzählt Chormitglied Rachel Maria Kessler. Er habe mit seinem Gott gerungen und sich unermüdlich angenähert. «Unseren Programmtitel ‹Ärdestärn o Aabetüür› entnahmen wir Martis Gedicht ‹Alles›», führt Ursula Krummen, Gründungsmitglied und Sängerin des Berner Frauenensembles Voc-à-Lises, weiter aus. Es beschreibe sensitiv das Abenteuer des Zusammen­lebens und nehme Bezug auf die Geburt Jesu Christi.

Aus der Tradition geboren

Das Ensemble Voc-à-Lises fand sich im Jahr 2007 als professioneller A-cappella-Chor mit der Vision alte, vornehmlich von Frauen komponierte Musik zu konzertieren. Das älteste Stück ihres Repertoires stammt von Hildegard von Bingen aus dem 12. Jahrhundert. Eine grosse Motivation lieferte dem Chor die Tradition der Berner Mädchenchöre, die es zwischen den 1940er- und 1970er-Jahren gab. «Damals gab es eine Hochkultur weiblicher Chöre, wie zum Beispiel unter Chorleiter, Musiker und Komponist Arthur Furer, der bis in die 80er-Jahre im Lehrerseminar Marzili traditionsreiche Singkreise führte.» Doch auch zeit­genössische, freitonale Frauenkompostionen wie Stücke der Berner Komponistin Ursula Gut intonieren Voc-à-Lises.

«Das Gedicht beschreibt sensitiv das Abenteuer des Zusammenlebens und nimmt Bezug auf die Geburt Jesu Christi.»

Ursula Krummen Gründungsmitglied Voc-à-Lises

Neben Ursula Krummen und Rachel Maria Kessler gehören Tabea Bürki, Edith Keller, Simone Rychard, Amanda Schweri, Bettina Pflugshaupt und Kazuko Nakano zum Chor mit dem aussergewöhnlichen Namen. Dieser entstand aus dem Begriff «Vocalise», einem Musikstück, das nur auf Vokalen gesungen wird. Das bekannteste Werk «Vokalise op. 34 Nr. 14» stammt von Sergei Rachmaninow, mit dem beispielsweise die Sopranistin Anna Moffo brillierte.

Programm mit Dramaturgie

Die beiden Weihnachtskonzerte «Ärdestärn o Aabetüür» unter der Leitung von Monika Nagy am nächsten Samstag in der Nydeggkirche in Bern und am darauf folgenden Dienstag, 26. Dezember, in der Kirche Scherzligen warten mit zahlreichen Stücken aus der Musikliteratur vom 15. bis 20. Jahrhundert auf. Der Programmablauf folgt einer Dramaturgie, deren Finale «Verleih uns Frieden gnädiglich» bildet. Es erklingen «In die tribulationis» von Cristóbal de Morales, das traditionelle Schweizer Weihnachtslied «Auf, auf, ihr Hirten», Bachs «Ich steh an deiner Krippe hier» oder «Da pacem Domine» von Charles Gounod, um nur einige zu nennen. Zwischen den gesanglichen Sets liest der renommierte Schweizer Schauspieler Christoph Gaugler ausgewählte Gedichte von Kurt Marti.

Weihnachtskonzert «Ärdestärn o Aabetüür»mit Voc-à-Lises und Schauspieler Christoph Gaugler: Samstag, 23. Dezember, 19 Uhr, Nydeggkirche, Bern, sowie Dienstag, 26. Dezember, 17 Uhr, Kirche Scherzligen, Thun. Reservation unter 079 613 75 67 oder vocalises@gmx.ch.

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