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Vier Comedians sorgten für Lachtränen

Die Comedynacht Matten lacht im ausverkauften Kirchgemeindehaus war erneut ein Riesenerfolg.

Freuten sich über den verdienten Applaus (v.l.): Thomas Lötscher, Laura Rindlisbacher, Daniel Ziegler und René Rindlisbacher.
Freuten sich über den verdienten Applaus (v.l.): Thomas Lötscher, Laura Rindlisbacher, Daniel Ziegler und René Rindlisbacher.
Monika Hartig

«Es ist ein landesweites Gerücht, ich sei ein schlecht gelaunter Mensch», sagte «Bassimist» Daniel Ziegler bei seinem Auftritt an der 7. Comedynacht Matten lacht. Das Kirchgemeindehaus Matten war am Samstag bis auf den letzten Platz besetzt. Ziegler als Nerd mit Brille, Rossschwanz und schwarzem Blazer zeichnete wie ein Lehrer auf ein Flipchart, klimperte auf der Gitarre Akkorde von Jazz, Salsa oder Flamenco und liess die Zuschauer im Takt klatschen. Der «Bassimist» holte eine junge Frau auf die Bühne. Zu Gitarrenklängen musste Beatrice, immer im Kreis herum, ins Mikrofon hauchen «De Guschtav» oder «eisfüffzig». Ziegler spielte Kinderlieder wie «Hänschen klein» oder «Alle meine Entchen» in Dur und Moll und schnitt dazu Grimassen. Das Publikum juchzte und pfiff vor Begeisterung.

Verbales Feuerwerk

Ein verbales Feuerwerk entzündete der selbstständige Unternehmensberater Thomas Lötscher als Bühnenfigur Veri. Der Entlebucher mit Tschäpper und Brille regte sich etwa auf über Littering und die kantonal unterschiedlichen Bussen für Abfallsünder: «Das Littering eines Hundesäcklis ist in Basel teurer als in Zürich. Es gibt Basler, die dafür extra mit dem Hund nach Zürich fahren.» Der Komiker sprach über Wetterkapriolen, die Politiker in Bern, Senioren mit E-Bikes oder den Trend zum Vegetarismus: «Letzthin nahmen in Bern 60000 Leute an einer Demo für ‹Weniger Fleisch essen› teil. Im Entlebuch gabs eine Gegendemo, eine zünftige Alpabfahrt mit dem Motto ‹Fresst und furzt so viel ihr wollt!›».

Rindlisbacher mal zwei

Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Komiker René Rindlisbacher mit Tochter Laura. Besonders witzig war die Szene, in der Laura Rindlisbacher mit dunkler Perücke und Brille die Urologin Rebsamer spielt, die ihren Patienten vor einer Unterbindung aufklärt. Warum er das machen lassen wolle? «Meine Frau hat Geburtstag, und ich weiss nicht was schenken», so der total verlegene Patient, der sich grosse Sorgen um sein bestes Stück macht. Ob dieses denn nach der OP noch funktionsfähig sei? «Theoretisch schon, wenn Sie sich ein bisschen Mühe geben», war die Antwort.

Als Putzhilfe Ali wischte Rindlisbacher mit dem Besen die Bühne und philosophierte mit italienischem Akzent über die Politik im Bundeshaus. Tochter Laura, in roten Leggins und mit Hut, telefonierte aus Paris mit «Atti» und erklärte ihm: «Nein, ich meine den Arc de Triomphe, nicht das Hinterteil von Präsident Trump.» Auch als angetrunkener Fluglotse, der mit Bierflasche in der Hand «olé, olé!» rief, löste Rindlisbacher Lachstürme aus.

Und schliesslich trat Laura auf als Moderatorin von «Schweiz aktuell». René übersetzte die Ansage tollpatschig in Gebärdensprache, dafür teilte sie ihm «Schafseckel» aus. Das Publikum spendete dem Duo Riesenapplaus.

«Wir sind sehr zufrieden, besonders wegen der Reaktion der Leute. Dank unseren fünfzehn Helfern hat alles super funktioniert», bilanzierte Adrian Eschmann vom veranstaltenden Verein Kulturbeutel. Auch am Vorabend war der Saal ausverkauft gewesen. Auf dem Programm standen Referate über die Rega und die Patrouille Suisse. Unter dem Motto «Näher dran an», so sagte Eschmann, wolle der Verein zukünftig weitere Vorträge, etwa über Blaulichtorganisationen, veranstalten.

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