Verschärfter Gewässerschutz genehmigt

Kandergrund

Der ursprünglich umstrittene Zonenplan Gewässerschutz ging glatt über die Bühne. Genehmigt wurde auch eine Notumfahrung.

Blick auf die Siedlung Mitholz in der Gemeinde Kandergrund.

Blick auf die Siedlung Mitholz in der Gemeinde Kandergrund.

(Bild: Claudius Jezella)

Der neue Zonenplan Gewässerschutz, der am Freitagabend dem Souverän zum Entscheid vorgelegt wurde, war teilweise umstritten. Auslöser für den Neuerlass ist die Umsetzung der übergeordneten Bestimmungen der neuen eidgenössischen und kantonalen Vorgaben. Die Festlegung der Gewässerräume führt dazu, dass sowohl die bauliche Nutzung wie auch die landwirtschaftliche Bewirtschaftung des an ein Gewässer angrenzenden Terrains beeinträchtigt werden.

Nach der öffentlichen Auflage gingen sieben Einsprachen ein. Da der Gemeinderat mit der Planung den Landwirten weitestgehend entgegenkommen konnte, verzichteten diese auf einen Rückweisungs- oder Änderungsantrag. Die Gemeindeversammlung stimmte der Teilrevision der Ortsplanung mit grossem Mehr zu.

Defizitäres Budget

Das Budget 2020 sieht im Gesamthaushalt bei einer unveränderten Steueranlage von 1,85 Einheiten bei Einnahmen von 3,156 Millionen Franken einen Aufwandüberschuss von 152'200 Franken vor. Schwierig einzuschätzen sei vor allem der Ertrag aus den Liegenschaftssteuern aufgrund der neuen amtlichen Werte, erklärte Finanzverwalter Leander Inniger. Wegen der aussergewöhnlichen Situation rund ums ehemalige Munitionslager Mitholz reduzierte der Kanton diese für die Jahre 2018 und 2019 um 25 Prozent.

An Investitionen sind 111'000 Franken vorgesehen. Das Eigenkapital wird Ende 2020 voraussichtlich einen Stand von knapp 2,45 Millionen Franken aufweisen. Der Finanzplan zeigt auf, dass die Rechnungsergebnisse der nächsten Jahre weiterhin im negativen Bereich liegen. Die 66 (10,9 Prozent) am Freitagabend anwesenden Stimmberechtigten winkten das Budget 2020 durch.

Vollständige Räumung vorrangig

Ein weiteres Traktandum bildete die Genehmigung der Überbauungsordnung Nr. 12 mit Baubewilligung für die Notumfahrung um das Gefahrengebiet Mitholz. Geplant ist eine einspurige Strasse, die nur dem Lokalverkehr (Autoverlad eingestellt) dienen würde. Der Souverän genehmigte auch dieses Geschäft. In seiner Information zur Situation beim Munitionslager Mitholz zeigte sich Gemeindepräsident Roman Lanz insbesondere darüber befriedigt, dass für das VBS eine vollständige Räumung im Vordergrund stehe.

Einhellige Zustimmung fanden auch das Reglement zur familienergänzenden Kinderbetreuung sowie jenes zur Übertragung der Aufgaben im Bereich der Bewirtschaftung der Schutzwälder und der Sicherstellung des Forstschutzes an die Gemeinde Reichenbach.

Jungbürgerfeier mal anders

Etwas Originelles habe sich die Gemeinde für die Jungbürgerfeier einfallen lassen, wurde mitgeteilt. Statt die jungen Leute an einer Gemeindeversammlung zu langweilen, fuhr man Anfang November mit 12 Jungbürgerinnen und -bürgern zum Bowlingplausch mit anschliessendem Mittagessen nach Spiez. Die Teilnehmenden seien begeistert gewesen.

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