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Verkehr bleibt ein Politikum

Der Verkehr auf der Oberdorfstrasse bleibt ein Politikum. Der Grosse Gemeinderat behandelt am Freitag zwei Vorstösse. Auch eine Umfahrung ist Thema.

Die Oberdorfstrasse in Steffisburg wird zum Politikum.
Die Oberdorfstrasse in Steffisburg wird zum Politikum.
Christoph Gerber

Ende des letzten Jahres schoss sich die Fraktion von FDP und GLP im Grossen Gemeinderat (GGR) von Steffsburg voll aufs Thema «Verkehr im Oberdorf» ein: In der Parlamentssitzung vom Oktober reichte sie gleich zwei Vorstösse zum Thema ein. Ob allenfalls auch getrieben durch den damals laufenden Wahlkampf, ist nicht bekannt.

In einer Motion fordern die Liberalen, dass der Gemeinderat verpflichtet wird, einen «Massnahmenplan mit Sofortmassnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation» zu erstellen; dass das Parlament noch 2019 über die Massnahmen informiert und dass die Sofortmassnahmen spätestens Mitte 2020 abgeschlossen sein sollen.

Der zweite Vorstoss ist ein unverbindlicher formuliertes Postulat. In diesem stellt die Fraktion den Antrag, der Gemeinderat soll «mit den zuständigen Instanzen ein Verkehrskonzept mit einer neuen Verkehrsführung im Dorf Steffisburg» prüfen. Ihrer Meinung nach wäre es an der Zeit, ein Entlastungskonzept zu prüfen und umzusetzen. Als konkrete Vorschläge führen FDP und GLP etwa eine Umfahrung oder einen Tunnel an.

Die beiden Eingaben stossen gemäss den Unterlagen zur heutigen GGR-Sitzung beim Gemeinderat auf offene Ohren. Zwar sei die verbindliche Form der Motion beim ersten Vorstoss die falsche, schreibt der Rat. Wenn der Motionär bereit sei, den Vorstoss in einen Prüfungsauftrag in Form eines Postulats umzuwandeln, unterstütze er den Vorstoss.

«Zusammen mit den bereits hängigen Vorstössen zu Ober- und Unterdorf könnte das Postulat die Bemühungen des Gemeinderates für eine sichere und gute Gestaltung der Ortsdurchfahrt unterstützen», heisst es. Auch den zweiten Vorstoss empfiehlt der Gemeinderat zur Annahme.

Die Chancen, dass bald die Planung einer Umfahrung an die Hand genommen wird, dürften indes klein sein. «Der Gemeinderat hat sie geprüft und entschieden, dass sie keine Massnahme ist», sagte Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP) im Dezember in einem Interview mit dieser Zeitung.

Und weiter: «Wir müssen uns fragen, was wir für eine Investition im zwei- bis dreistelligen Millionenbereich erhalten würden. Hier einen volkswirtschaftlichen Nutzen aufzuzeigen, ist in meinen Augen sehr schwierig.»

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