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«Unser Finanzhaushalt ist sehr gesund»

Steffisburg budgetiert 2019 einen Überschuss von 2,62 Millionen Franken. Wegen grosser Investitionen werden die Schulden der Gemeinde aber wieder steigen.

Der Finanzplan 2019–2023 zeigt, dass die Steffisburgs Schulden von derzeit 10 Millionen per Ende 2023 auf mehr als das Doppelte ansteigen werden.
Der Finanzplan 2019–2023 zeigt, dass die Steffisburgs Schulden von derzeit 10 Millionen per Ende 2023 auf mehr als das Doppelte ansteigen werden.
Steve Wenger

«Warum senken sie nicht lieber die Steuern?» Diese Frage stellen sich die Bürgerinnen und Bürger, wann immer eine Gemeinde einen grossen Überschuss budgetiert. Das wird aktuell auch in Steffisburg nicht anders sein: Die Gemeinde rechnet für das kommende Jahr – bei Ausgaben von 66,36 Millionen Franken und unveränderten Steueranlagen – mit einem Überschuss von 2,62 Millionen Franken.

«Es handelt sich bei den Überschüssen um Sachwerte, nicht um Geld, das wir ausgeben können», sagte Steffisburgs Finanzvorsteherin Ursulina Huder (SP) am Donnerstag vor den Medien. Der gesamte Personalaufwand steigt gegenüber 2017 um 6,26 Prozent auf 13,2 Millionen Franken.

Gegenüber dem Budget 2018 sinkt der Personalaufwand um 31'000 Franken. Der Sach- und übrige Betriebsaufwand beträgt 9,1 Millionen Franken. Dies sind insgesamt 914'000 Franken weniger als im Budget 2018. Gegenüber der Rechnung 2017 resultiert ebenfalls eine Abnahme von 7,1 Prozent oder 697'000 Franken.

Viel wichtiger als budgetierte Überschüsse oder Defizite seien der Selbstfinanzierungsgrad und die Entwicklung der Schulden, sagte Ursulina Huder. «Das sind die Elemente, mit denen wir den Finanzhaushalt steuern können.» Und dieser befinde sich in einem sehr guten Zustand, betonte die Finanzvorsteherin mehr als einmal.

Der Finanzplan 2019–2023 zeigt, dass die Schulden von derzeit 10 Millionen per Ende 2023 auf mehr als das Doppelte ansteigen werden – dies als Folge eines geringeren Selbstfinanzierungsgrades. Denn Steffisburg stehen grosse Investitionen ins Haus: Die grösste wird der Bau eines neuen Schul-, Kultur- und Sportzentrums sein, der mit rund 9 Millionen Franken zu Buche schlägt. Weitere grosse Investitionen betreffen die Sanierung von Schulanlagen, Gewässerverbauungen, den Strassenbau und die Einrichtung eines neuen Rasenspielfeldes in der Schönau.

Entgegen der Parteilinie

Ursulina Huder sprach sich zudem für die Revision des kantonalen Steuergesetzes aus und wich damit vom Kurs ihrer Partei ab, die zusammen mit anderen Gruppierungen das Referendum gegen die Vorlage ergriffen hatte.

«Die Senkung der Unternehmensgewinnsteuern trägt dazu bei, finanziell starke Firmen in Steffisburg zu halten», sagte sie. Bei einem Ja zur Vorlage am kommenden Wochenende entstehen für Steffisburg Mindereinnahmen von rund 600'000 Franken pro Jahr. «Dieser Verlust wird aber wettgemacht durch die Neubewertung nichtlandwirtschaftlicher Grundstücke ab 2020», hielt Ursulina Huder fest.

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