Um eine Attraktion reicher

Brenzikofen

Die zweite Saison auf dem Erlebnisweg in Brenzikofen läuft.

Die neue Grillstelle auf dem Erlebnisweg Brenzikofen.

Die neue Grillstelle auf dem Erlebnisweg Brenzikofen.

(Bild: PD)

Marco Zysset@zyssetli

Etwas mehr als ein Jahr ist vergangen, seit der Erlebnisweg Brenzikofen eröffnet wurde. Mehr als fünftausend Besucher sind den Gängdas aus der Geschichte, welche die Macharten GmbH kreierte, im Sommer 2018 nach Brenzikofen gefolgt.

«Wir haben mehr ‹Gold›-Kugeln verkauft als budgetiert und mehr Begleithefte», bilanzierte Vereinspräsidentin Sabine Lüthi Ende Saison. «Das lässt uns die Mehrausgaben einfacher verkraften – nicht zuletzt auch, weil diese zum Teil im erfreulichen Publikumsaufmarsch begründet sind.»

Am Ende resultierte aus dem ersten Sommer, in dem der Erlebnisweg Brenzikofenzugänglich war, immer noch ein Gewinn, der gross genug dafür sei, in punktuelle Verbesserungen der Anlage zu investieren, so Lüthi.

Neue Grillstelle

Die markanteste Neuerung seit dem Start in die zweite Saison ist die neue Grillstelle zwischen dem zweiten und dem dritten Posten. Bei dieser gibt es nicht nur eine spektakuläre Aussicht übers Aaretal, Tische, Bänke und eben eine Grillstelle, sondern ein Leiterlispiel, welches mit der Holzkugel gespielt werden kann, welche die Besucher des Weges begleitet.

Die Grillstelle wurde – wie der grösste Teil des Weges – zusammen mit Freiwilligen aus dem ganzen Dorf gebaut. «Jetzt können unsere Besucher bereits unterwegs einen Mittagshalt einlegen – und müssen nicht warten, bis der Weg an der Rotache zu Ende ist», erklärt Sabine Lü­thi.

Ferner wurde bei besagtem fünften Posten im Goldwaschhüsli ein Münzprägeautomat installiert, in dem man mit einem Zweifränkler eine goldene Funklida-Münze prägen kann.

Regionales Projekt

Gebaut ist der Erlebnisweg Brenzikofen nicht nur auf Kreativität und Goodwill, sondern getrieben von einem Wunsch: Die Gemeinde braucht Neuzuzüger, um die Schule sichern zu können, der Dorfladen braucht Kunden und der Bahnhof Fahrgäste.

Mit Blick auf diese Umstände entstand die Idee für den Erlebnisweg, der Leute nach Brenzikofen bringen soll, die sonst kaum auf das kleine Dorf am Fuss der Falkenfluh aufmerksam würden. Umgesetzt haben das Projekt die Regionalpolitik Bern-Mittelland, die Macharten GmbH und der Verein Erlebnisweg Brenzikofen.

«Die Geschichte um die Gängdas und das Gold ist so angelegt, dass sie ausgebaut und regional erweitert werden kann», erklärt Sabine Lüthi. «Wir hoffen, dass andere Gemeinden nachziehen werden.» Der Unterhalt des Erlebnisweges wird durch den Verkauf des Begleithefts finanziert und vom Netzwerk Brenzicare unterstützt.

Thuner Tagblatt

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