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Thuner Jahresrückblick: September bis Dezember

Was die Stadt und Region Thun im dritten Jahresdrittel 2015 bewegt hat.

gbs/maz/nik
Trainer Jeff Saibene im Heiligtum des Teams, der Garderobe. Er übernahm den FC Thun im Oktober.
Trainer Jeff Saibene im Heiligtum des Teams, der Garderobe. Er übernahm den FC Thun im Oktober.
Patric Spahni
Bypass Thun-Nord aus der Vogelperspektive.
Bypass Thun-Nord aus der Vogelperspektive.
hristoph Gerber / luftbild-drohne-thun.ch
Ende Oktober brennt ein Wohnhaus in der Unteren Wart.
Ende Oktober brennt ein Wohnhaus in der Unteren Wart.
Roman Lehmann
Das Motorschiff Bubenberg war das letzte, das im mehr als 110 Jahre alten Gebäude auf die ebenso alte Stapelanlage gezogen wird.
Das Motorschiff Bubenberg war das letzte, das im mehr als 110 Jahre alten Gebäude auf die ebenso alte Stapelanlage gezogen wird.
Manuel Lopez
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In einem 3-teiligen Jahresrückblick lässt das Thuner Tagblatt nochmals die Ereignisse Revue passieren, die in der Region Thun in den letzten zwölf Monaten für Wirbel sorgten, zu Freudensprüngen Anlass gaben oder uns schlicht bewegten. Hier nun die Monate September bis Dezember.

Der Schlossberg wird ausgehöhlt

«Baustart für Parking im Schlossberg – Einsprecher werden entschädigt»: So titelt Redaktion Tamedia am 2. September. Es ist ein historischer Moment. Nach monatelangen Verhandlungen kommt eine Vereinbarung mit den drei Einsprecherparteien zustande. Diese erhalten sogenannte «Inkonvenienzentschädigungen». Über die Summe wird Stillschweigen vereinbart. Die Einigung ermöglicht aber den Start der Bauarbeiten für das Parking im Schlossberg mit über 300 Plätzen.

Der Vortrieb wird in der Folge von drei Seiten vorgenommen: Bis Ende Jahr steht der mächtige Kran – 55 Meter hoch, 175 Tonnen schwer, 70 Meter langer Ausleger – auf der Burgstrasse (Bild), von welcher dereinst die Autos in den Schlossberg einfahren; die Baustelle ist vorbereitet für den Untertagebau mit der Teilschnittmaschine, der ab Februar erfolgen soll. Die Baugrube für den Zugang vom Schlossberg her ist fertig erstellt. Der Stollen für die künftige Fussgängerpassage von der Oberen Hauptgasse ins Parking hat bereits eine Länge von rund 35 Metern. Die Eröffnung des Parkings im Schlossberg ist für den Sommer 2018 geplant.

Bypass-Bau kommt zügig voran

Die neue Brücke über die Aare nimmt immer deutlicher Gestalt an. Das Bauwerk wird ab 2018 die Kleine Allmend in Thun – im Bild rechts der Aare – mit dem Gebiet Glättimüli in Steffisburg – am linken Bildrand – verbinden und soll so Thuns Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlasten.

«Etwa die Hälfte der Brücke ist schon betoniert», sagt der stellvertretende Kreisoberingenieur Stefan Schöni bereits im September. Überhaupt sind die Bauarbeiten gut unterwegs: Schon im Sommer geben die Projektverantwortlichen stolz bekannt, dass das Bauwerk ein Jahr früher fertig wird als geplant.

Stadt in der Kritik

Wieder einmal sind Bäume in Thun ein Politikum. Dieses mal geht es um zwei 150-jährige Bäume, welche die Stadt Thun fällen will. Experten sind sich nicht einig, ob das nötig ist; die Stadt wird von verschiedenen Seite kritisiert.

Zeitlos am Rand der Alpen

«Keine Zeit» können Passantinnen und Passanten Ende August, Anfang September am Bahnhof Thun als Ausrede angeben. Die Grosse Uhr ist defekt - und wochenlang klafft statt der stattlichen Uhr ein schwarzes Loch in der majestätischen Fassade. Mitte September dann die Erlösung: Der mechanische Antreib des Sekundenzeigers ist repariert, die Uhr wieder in Betrieb.

Jeff ist Chef

Nach dem Kurz-Engagement von Ciriaco Sforza übernimmt Jeff Saibene am 6. Oktober das Zepter beim FC Thun – und führt die Oberländer souverän aus dem Tabellenkeller. maz

Arena Thun AG ist am Ende

In der Stockhorn Arena Thun knallt es am 15. Oktober nicht wegen Böllern in einer Fankurve, sondern organisatorisch: Die Arna Thun AG gibt bekannt, dass sie den Betrieb per Ende dieses Jahre einstellt. Sechs Mitarbeitern wurde gekündigt. Bis Ende 2015 soll geklärt sein, wer welche Aufgaben übernimmt, welche die AG bisher ausführte.

Brand zerstört Wohnhaus

In einem Wohnhaus in der Unteren Wart bricht am 30. Oktober um circa 10 Uhr ein Feuer aus. Die Feuerwehr bringt den Brand rasch unter Kontrolle, allerdings kann sie das Feuer erst im Verlauf des Nachmittags ganz löschen. Hierfür muss ein Teil des Holz-Hauses abgerissen werden. Das Gebäude ist daher nicht mehr bewohnbar.

Beim Vorfall wird niemand verletzt – aber zwei Personen wurden vor Ort untersucht, die Polizei brachte am Nachmittag eine Frau zur Kontrolle ins Spital. Wie die Kantonspolizei später mitteilt, ist ein technischer Defekt in der elektrischen Anspeisung einer Heizölpumpe Ursache für das Feuer.

Hallenbad kann saniert werden

Sport-Treibende nicht nur in Oberhofen atmen Ende November auf: Das Fitnesscenter und Hallenbad in Oberhofen kann saniert werden. Nachdem die Migros im September 7,5 Millionen für in Aussicht stellt, ziehen die Gemeinden Hilterfingen und Oberhofen in Volksabstimmungen nach. Offen ist, welche Folgen dieser Entscheid für die Ideen hat, in Thun eine Schwimmhalle zu bauen.

Letzter Kraftakt

Ende November kommt es in der Werfthalle der BLS Schifffahrt Berner Oberland in Thun zu einem letzten Kraftakt: Das Motorschiff Bubenberg ist das letzte, das im mehr als 110 Jahre alten Gebäude auf die ebenso alte Stapelanlage gezogen wird. Nach den Revisionsarbeiten wird das Schiff die Halle wieder verlassen und den ordentlichen Betrieb nächsten Frühling wieder aufnehemen.

Die Halle selber sieht indes ihrem Ende entgegen: Läuft alles nach Plan, startet Ende 2016 der Abriss des Baus, der bis Ende 2017 durch eine neue Halle ersetzt werden soll. Dafür spricht der Grosse Rat des Kantons im Januar dieses Jahres 12,8 Millionen.

Asylsuchende in der Panzerhalle

Seit dem 18. Dezember leben in einer der Panzerhallen auf dem Waffenplatz Thun Asylsuchende im ersten temporären Bundes-Asylzentrum des Kantons Bern. Die Ankündigung, dass Teile der Waffenplatz-Infrastruktur für als Asyl-Unterkunft genutzt werden sollen, kommt sowohl für die Öffentlichkeit als auch für das VBS und das Personal auf dem Waffenplatz überraschend.

In der Unterkunft werden maximal 600 Personen leben – und das längstens im Juni 2016. Die Nutzungsdauer ist auf sechs Monate beschränkt.

Nach 100 Jahren das Aus für die Mosterei

Anfang 2017 geht in Kiesen eine Ära zu Ende: Der Getränkehersteller Ramseier kündigt Anfang November an, die Mosterei nach mehr als 100 Jahren zu schliessen.

(Thuner Tagblatt)

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