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Stadt schreibt die Arbeiten für den Uferweg aus

Nachdem der Thuner Stadtrat für den Bau des Uferwegs Schadau–Lachen am Donnerstag grünes Licht erteilt hat, nimmt die Stadt die Detailplanung an die Hand. Der Baustart erfolgt im Herbst.

Mit der Realisierung der neuen Überbauung an der Seestrasse wurde der Platz für den künftigen Uferweg schon ausgespart.
Mit der Realisierung der neuen Überbauung an der Seestrasse wurde der Platz für den künftigen Uferweg schon ausgespart.
Patric Spahni
Eigentlich könnte man hier schon durchspazieren.
Eigentlich könnte man hier schon durchspazieren.
Patric Spahni
Auch neben dem alten Hühnerhaus soll der neue Weg vorbei führen.
Auch neben dem alten Hühnerhaus soll der neue Weg vorbei führen.
Roland Drenkelforth
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Auch wenn der Entscheid im Stadtrat am Donnerstagabend mit 17 zu 16 Stimmen knapp ausgefallen ist: Der Kredit über 900'000 Franken ist genehmigt, und die Stadt kann den Uferweg Schadau-Lachen in Thun ab sofort fertigstellen. «Jetzt nehmen wir die Detailplanung der Ausführungsarbeiten an die Hand, die ferienbedingt gegen Mitte ­August abgeschlossen sein wird», erläutert Gemeinderat Konrad Hädener auf Anfrage das weitere Vorgehen.

Über den Ausgang der Abstimmung zeigt er sich erleichtert: «Mit dem knappen Entscheid des Stadtrats sind wir haarscharf an einem Wortbruch gegenüber den Anwohnern des Uferwegs vorbeigeschrammt.» Diese hätten bereits Land ab­parzelliert und abgetreten. Der Stadtratsentscheid sei für ihn und alle direkt Betroffenen eine Erleichterung. «Die Vernunft hat gesiegt», findet er.

Wer die Bauarbeiten am insgesamt 240 Meter langen Wegstück ausführen wird, ist noch offen. «Wir bereiten parallel zur Detailplanung die Ausschreibung vor und vergeben die Arbeiten nach erfolgter Prüfung der Offerten so rasch wie möglich», ergänzt der Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften.

Baustart im Herbst, ­Einweihung im Frühjahr

Geplant ist laut Hädener, im Herbst mit der Realisierung zu beginnen, damit das Wegstück im Frühjahr eingeweiht werden kann. Die Stadt habe bis jetzt, entgegen gewissen Äusserungen im Stadtrat, noch nichts selbst gebaut. «Die Feststellungen in der Ratsdebatte, der neue Weg sei ja schon halb gebaut, sind allein der Initiative der Anwohner geschuldet», betont Konrad Hädener.

«Im Vertrauen auf die planmäs­sige Realisierung der seit 2009 rechtskräftigen Wegführung haben sie nämlich selber bauliche Vorkehrungen auf ihren Privatparzellen getroffen, die den künftigen Weg in seinen Konturen schon gut abzeichnen.» Dies habe den Eindruck erweckt, die Stadt hätte mit den Bauarbeiten bereits begonnen, was nicht der Fall sei.

So sind für die neue Überbauung Seestrasse 51 bereits eine Mauer am künftigen Uferweg entlang erstellt und ein Kiesbett diese entlang provisorisch aus­gelegt worden. «Für die Parzelle von Wattenwyl ist ebenfalls im Hinblick auf den künftigen Uferwegabschnitt schon eine Hecke als Sichtschutz gepflanzt worden», nennt der Gemeinderat zwei Beispiele.

Der Uferweg führt vom Seepark in den Rougemontweg

Der restliche Uferweg zwischen dem Congress-Hotel Seepark und dem Rougemontweg wird vom Hotel her vor der Von-Wattenwyl-Parzelle die Seestrasse entlangführen. Vor der Mauer bei der neuen Überbauung biegt der Weg auf der Höhe des denkmalgeschützten «Hühnerhauses» in Richtung See links ab und führt ungefähr auf halber Distanz zum See nach rechts in Richtung Rougemontweg. Ab Einmündung in den Rougemontweg stellt dieser die Fortsetzung des Uferwegs in Richtung Lachengraben und Seestrasse dar.

Die Brücke, welche gegen Ende des Rougemontwegs stadtauswärts über den Lachengraben auf das Werftareal der BLS geführt hätte, wird noch nicht gebaut. «Diesen Ast der Weggabel werden wir erst neu projektieren, wenn klar ist, wann was auf der Lachenwiese realisiert wird», erklärt Konrad Hädener.

Das denkmalgeschützte Portal um zwei Meter versetzen

Der aufwendige Teil der Arbeiten für den Uferweg wird der Abschnitt sein, welcher der Von-Wattenwyl-Parzelle entlangführt. «Dort versetzen wir für den als Trottoir ausgestalteten neuen Weg die Bepflanzung samt denkmalgeschütztem Portal um rund zwei Meter zurück», erläutert der Gemeinderat. Hinzu kämen ein Zaun und entweder eine Mauer oder eine Hecke bei der Parzelle Immer sowie allgemein die Belagsarbeiten für den neuen Weg.

Die genehmigten 900'000 Franken beinhalten nicht nur Arbeit und Material, sondern auch den Landerwerb. «Wenn diese 240 Meter lange Strecke ­erstellt ist», freut sich Konrad Hädener, «verfügt die Stadt über einen durchgehenden Fussweg vom Bahnhof bis zum Lachenareal.»

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