Schulprojekt kommt voran

Oberhofen

Die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Friedbühl in Oberhofen nimmt Fahrt auf. In den nächsten Tagen wird das Baugesuch eingereicht.

So wird das Schulhaus Friedbühl in Oberhofen dereinst aussehen.

So wird das Schulhaus Friedbühl in Oberhofen dereinst aussehen.

(Bild: PD)

Es ist ein ambitioniertes Projekt. Die Schulverbandsgemeinden Oberhofen, Hilterfingen und Heiligenschwendi planen, das bald 70 Jahre alte Schulhaus Friedbühl in die Neuzeit zu überführen. Die Kosten für das Vorhaben, das auch den Neubau einer Sporthalle beinhaltet, belaufen sich auf 29 Millionen Franken.

Gemäss Kostenteiler muss die Gemeinde Hilterfingen zwei Drittel des Geldes (19,33 Millionen Franken) beisteuern, die Gemeinde Oberhofen ein Drittel (9,67 Millionen Franken). Nach Abschluss des Bauprojekts beim Friedbühl sollen alle Schüler von der 3. bis zur 6. Klasse dort zur Schulegehen.

Verhandlungen laufen

Nach einem emotionalen Abstimmungskampf sagten schliesslich Ende letzten Jahres alle drei Gemeinden Ja zum Projekt mit dem Namen Panorama. In Oberhofen war es besonders umstritten, vor allem wegen der Kosten. An der Gemeindeversammlung wurde der Vorschlag eines Landabtausches laut, um Mittel in die Kasse zu bekommen. Konkret geht es um eine Parzelle in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulhaus. Sie ist langfristig von der Gartenbauschule Hünibach gepachtet.

Der Oberhofner Gemeinderat sollte versuchen, das Land abzutauschen, um das Areal neben dem Schulhaus dann gewinnbringend überbauen zu lassen. «Wir verfolgen die Idee auf jeden Fall weiter. Es haben auch schon mehrere Gespräche stattgefunden», sagt Oberhofens Gemeindepräsident Philippe Tobler (SVP) dazu. Noch habe man aber keine Lösung.

Zwar habe das Projekt Panorama phasenweise ziemlich Unfrieden gestiftet, hält er fest. «Unterdessen hat sich aber die Situation beruhigt.» Die Bürger würden den Nutzen des Vorhabens höher gewichten als die damit verbundenen Ausgaben.

Baukommission bestimmt

In den letzten Monaten ist im Hintergrund eifrig gearbeitet worden. So ist unter anderem die Baukommission Friedbühl ins Leben gerufen worden. Im Gremium sitzen die Präsidentin der Schulkommission, die Gemeindepräsidenten sowie die Gemeinderäte Bildung aus Oberhofen und Hilterfingen. Zwei Bauberater und der für die Schulanlage Friedbühl zuständige Schulleiter begleiten die Arbeiten der Baukommission.

Seit Jahresbeginn hat die ­Baukommission mit der Total­unternehmerin, der Allreal ­Generalunternehmung AG, und den Projektverfassern Brügger Architekten Thun die Detailplanung erarbeitet und die Eingabe zur Baubewilligung vorbereitet. Dies geht aus einer Mitteilung der Gemeinde Hilterfingen hervor. Auch wurden mit allen Funktionsträgern im Friedbühl künftige Betriebsabläufe auf Effizienz besprochen. Vorschläge zu Optimierungen seien ins Projekt eingeflossen, «ohne Mehrkosten zu generieren», schreibt die Gemeinde.

«Das Ziel, eine rollende Planung zu vermeiden und Kostensicherheit zu erhalten, ist damit erreicht worden.» Kürzlich fand zudem eine Infoveranstaltung für die Anwohner statt. In den nächsten Tagen werden die Profile aufgestellt und das Baugesuch eingereicht. Ziel ist, mit den Arbeiten im kommenden Frühjahr zu beginnen und die Schulanlage im August 2022 in Betrieb zu nehmen.

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