Zum Hauptinhalt springen

Parkleittafeln passen nicht allen

Der Thuner Stadtrat bewilligte das neue Parkleitsystem vor gut einem Jahr einstimmig – bei der Bauauflage gingen nun aber fünf Einsprachen ein. Trotzdem bleibt es das Ziel der Stadt, das System bis zum Sommer 2018 zu installieren.

Die bestehende Tafel an der Frutigenstrasse.
Die bestehende Tafel an der Frutigenstrasse.
Michael Gurtner

In welchen Parkhäusern gibt es wie viele freie Parkplätze? Diese Frage wird Autofahrerinnen und Autofahrern in der Stadt Thun künftig mit Tafeln angezeigt. Diese werden an 21 Standorten in der Stadt sowie an 3 Standorten in Steffisburg aufgestellt. So soll der Parkplatz-Suchverkehr reduziert werden. Zusätzlich können auf den Tafeln verkehrslenkende Informationen bei Grossanlässen, Hinweise auf Umfahrungen, Sperrungen oder Überlastungssituationen angezeigt werden. Im Stadtrat war das System unbestritten – das Parlament winkte den Kredit über 2,78 Millionen Franken im Juli 2016 einstimmig durch.

Drei Organisationen, zwei Private

Ganz ohne Hürden geht es für die Stadt nun aber trotzdem nicht: «Wir haben fünf Einsprachen erhalten, davon drei von Organisationen und zwei von Privaten», sagt der Thuner Regierungsstatthalter Marc Fritschi auf Anfrage. Die Privaten hätten Einwände zu je einem konkreten Standort; eine der Organisationen bringe gestalterische Einwände vor, eine weitere rege eine andere Verkehrslenkung an.

Marc Fritschi macht keine Angaben, um welche Organisationen es sich handelt, beziehungsweise welche Standorte bei den Privateinsprechern auf wenig Gegenliebe stossen. «Wir ­laden vorerst die Bauherrschaft zur Stellungnahme ein. Ob wir dann Einspracheverhandlungen durchführen, ist noch offen», führt Statthalter Fritschi aus.

Pilotanlage ist in Betrieb

Trotz der Einsprachen bleibt es das Ziel der Stadt, das Parkleitsystem im Sommer 2018 in Betrieb zu nehmen – oder spätestens mit der Eröffnung des Parkings im Schlossberg im Herbst 2018. Dies bestätigt der stellvertretende Stadtingenieur Daniel Rychener. Eine erste Tafel steht bereits und zeigt die freien Parkplätze an: Diese Pilotanlage an der Frutigenstrasse 17 vis-à-vis der Shell-Tankstelle hat der Regierungsstatthalter bereits im Juni bewilligt – allerdings nur auf Zusehen und maximal bis Ende 2018.

Denn: Der Standort liegt nahe an einem Fussgängerstreifen und kann laut Statthalteramt «möglicherweise die Aufmerksamkeit der Automobilisten beeinträchtigen». Werde tatsächlich eine Gefährdung der Fussgänger festgestellt, müsse die Tafel ausser Betrieb genommen werden. Die Konstruktion, auf welcher die Tafel derzeit steht, sieht denn auch nicht nur wie ein Provisorium aus – sie ist ein Provisorium: «Mit der definitiven Inbetriebnahme wird das dann anders aussehen», sagt Daniel Rychener.

Das Profil für die Tafel an der Gwattstrasse: Der Baum davor muss umgepflanzt werden. Bild: Michael Gurtner
Das Profil für die Tafel an der Gwattstrasse: Der Baum davor muss umgepflanzt werden. Bild: Michael Gurtner

Baum wird umgepflanzt

Ebenfalls noch zusätzliche Arbeiten werden bei der Tafel beim Hotel Holiday nötig sein. Dort verdeckt derzeit ein Baum den Autofahrern die Sicht auf das Profil für die Tafel. Laut Rychener wird dieser Baum mit einem in der Nähe stehenden kleineren Bäumchen ausgetauscht. Dies sei möglich, weil es sich bei beiden um junge Gewächse handle. «So ist die Sicht auf die Anlage dann frei», führt der stellvertretende Stadtingenieur aus.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch