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Ortsbildschutz in Ehren – aber nicht so

Michael Gurtner, Redaktor Thuner Tagblatt, zum Werbeverbot auf Thuner Brücken.

Michael Gurtner ist Redaktor beim Thuner Tagblatt.
Michael Gurtner ist Redaktor beim Thuner Tagblatt.
Patric Spahni

Werbung ist allgegenwärtig. Braucht es sie auch noch an den Geländern der Thuner Innenstadt-Brücken? Auf den ersten Blick wohl kaum. Doch wer genauer hinsieht, stellt fest: Hier handelt es sich um eine spezielle Werbemöglichkeit für spezielle Veranstaltungen.

Es profitieren vor allem Vereine, gemeinnützige Organisationen und ehrenamtlich arbeitende Organisationskomitees, die nicht mit üppigen Budgets und hochpotenten Sponsoren protzen können.

Die Stadt stellte diese Werbemöglichkeit ganz bewusst zur Verfügung. Nicht um möglichst viel einzunehmen – die wenigen Zehntausend Franken pro Jahr fallen beim millionenschweren städtischen Jahresbudget nicht ins Gewicht. Sondern um jenen etwas zurückgeben zu können, die mithelfen, dass die Stadt attraktiv ist und im besten Fall noch attraktiver wird.

Nun macht Regierungsstatthalter Marc Fritschi der Stadt einen Strich durch die Rechnung und erzürnt damit zahlreiche Veranstalter. Er argumentiert in erster Linie mit dem Ortsbildschutz.

Dies, obwohl die Stadt bei den in Sachen Ortsbild sicher besonders exponierten Sinne- und Mühlebrücke bereits seit über einem Jahr auf Werbebanner verzichtet. Dass das Stadtbild geschützt wird, ist ein hehres und wichtiges Ziel. Doch dafür ist das Verbot der Werbebanner auf den vier betroffenen Brücken schlicht nicht notwendig.

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