Zum Hauptinhalt springen

Online-Betrüger «verlosen» Kinogutscheine

Das Kino Rex wurde in den letzten Tagen für einen Onlinebetrug missbraucht.

Die Webseite des Kino Rex in Thun wurde Opfer von Internet-Kriminellen. Foto: Gabriel Berger
Die Webseite des Kino Rex in Thun wurde Opfer von Internet-Kriminellen. Foto: Gabriel Berger

«Das war eine verrückte Geschichte», sagt Alain Marti, Geschäftsleiter der Kino Thun AG. Dutzende, wohl eher Hunderte von Facebook-Nutzerinnen und -Nutzern erhielten am Sonntag einen Beitrag des Kinos Rex angezeigt, wonach sie eine Geschenkkarte im Wert von 40 Franken gewonnen hätten. Nur: Hinter dem Post steckte eben nicht das Thuner Unternehmen, sondern eine gefälschte Seite, die dem offiziellen Kino-Rex-Auftritt aufs Haar glich. Entdeckt hatte Martis Team die Seite bereits am Freitag.

«Wir meldeten sie Facebook, aber weil man dort keine betrügerischen Aktionen festgestellt hatte, wurde niemand aktiv», sagt Marti. Doch ein Betrugsversuch liess nicht lange auf sich warten: «Aufgrund neuer Marketinggesetze» müssten die vermeintlichen Gewinnerinnen und Gewinner den Versand der Geschenkkarte, zwei Franken, selber berappen, so stand es in der täuschend echt gestalteten Gewinnbenachrichtigung. Dazu sollten die Glücklichen allein ihre Kreditkartenangaben hinterlegen. Als wäre das nicht dreist genug, machten die Betrüger die «Gewinner» im Kleingedruckten auch noch darauf aufmerksam, dass das Sonderangebot ein Probeabo eines «angeschlossenen Abonnement-Services» beinhalte, das sich automatisch verlängere. Kosten: 90 Euro pro Monat.

Dutzende von Reaktionen

«Am Sonntagnachmittag meldeten sich innerhalb von Minuten Dutzende von Leuten bei uns», sagt Alain Marti. «Wir kamen zeitweise kaum nach mit dem Entgegennehmen von Anrufen und dem Beantworten von Mails.» Einige Leute hätten sich erkundigt, wie sie ohne Kreditkarte vom Angebot Gebrauch machen könnten. Sofort schaltete die Kino Thun AG auf ihrer Website und in den sozialen Medien Warnungen auf und meldete den Vorfall bei Facebook.

Der Internetgigant hat mittlerweile reagiert und die gefälschte Seite gelöscht. «Wir hoffen, dass niemand reingefallen ist», sagt Alain Marti. Das Kinounternehmen pflege eine sehr aktive Facebook-Gruppe und verlose auch regelmässig Tickets. «Aber wenn wir das tun, dann verlangen wir sicher nie Geld», betont der Unternehmer.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch