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«Nirgendwo hat es so schöne Laubengänge wie hier»

Der geschichtliche und dendrologische Kunstführer zum Schlosspark Oberhofen ist anlässlich einer Vernissage vorgestellt worden.

Verena Holzer
Die Führung durch den Schlosspark Oberhofen mit Vera Heuberger (Mitte) stiess bei den Besuchern auf grosses Interesse.
Die Führung durch den Schlosspark Oberhofen mit Vera Heuberger (Mitte) stiess bei den Besuchern auf grosses Interesse.
Verena Holzer

Im Gartensaal des Schlosses Oberhofen ist am Sonntagnachmittag der neue Kunstführer zum Schlosspark vorgestellt worden. «Es war kein Spaziergang, sondern ein enormer Arbeitseinsatz bis zum Erscheinen dieses Kunstführers», erklärte Christina Fankhauser, Geschäftsleiterin der Stiftung Schloss Ober­hofen, den gut 70 anwesenden Gästen.

Ein grosses Augenmerk wurde im Werk auf die spezielle Gartengestaltung sowie die aussergewöhnliche Gehölzsammlung gerichtet. Autorin Vera Heuberger erklärte, dass sie das Ergebnis mit grosser Freude erfülle. Während 14 Jahren hat sie sich als Kuratorin intensiv mit dem Schloss Oberhofen und der Parkanlage befasst. «Es war mein Ort zum Erholen und Geniessen. Die wechselnden Stimmungen haben mich immer wieder gefangen genommen.» Nach den ersten Führungen in englische Landschaftsgärten hat Heuberger begonnen, Parallelen zuziehen.

Klein, aber fein

Im Vergleich zu den englischen Gärten sei der Schlosspark Oberhofen sehr klein, aber er sei ein Bijou. «Nirgendwo hat es so schöne und geschwungene Laubengänge wie hier. Beim Spazieren öffnen sich dem Besucher durch die bogenförmigen Öffnungen immer wieder neue und andersartige Blicke auf See und Berge», schwärmte die Autorin anlässlich der Vernissage.

Dieses Erlebnis lasse sich auch auf den serpentinenartigen Wegen geniessen, hat Heuberger geschrieben. Als Kleinod bezeichnet sie zudem die Nischengrotte oder die Sonnenuhr am Sommersaal. Ergänzt sind die Texte im Kunstführer mit beeindruckenden Bildern von Kurt Müller.

18 Gehölze im Park

Neben den geschichtlichen Ereignissen sind im Werk auch die dendrologischen Spezialitäten des Parks festgehalten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es bei vielen Parkbesitzern üblich, eine Baumsammlung mit seltenen und besonders auffälligen Gehölzen anzulegen. Solche sind auch im Schlosspark Oberhofen zu finden. Der Landschaftsarchitekt Jörg Matthies hat 18 Arten katalogisiert. Als Besonderheit ist die doppelstämmige Tränenkiefer festgehalten.

Auf grosses Interesse stiessen am Sonntag die Führungen mit Vera Heuberger durch den Park. Kompetent erläuterte sie den Gästen in Gruppen das Prinzip des englischen Landschaftsgartens. Sie unterliess es dabei nicht, sich bei den Sponsoren sowie den vielen Helferinnen und Helfern zu bedanken. «Ohne sie alle wäre der Führer nie entstanden», sagte sie abschliessend.

Der Führer ist im Schloss-Shop Oberhofen und demnächst als E-Book erhältlich: shop.gsk.ch.

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