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Neues Kompetenzzentrum im Baranoff-Gebäude eröffnet

Das Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland (KIO) hat an seinem neuen Standort in Thun eröffnet. Es soll für die zielgerichtete Integrationsarbeit genutzt werden und zugleich für die zivile Nutzung offen stehen.

Symbolträchtige Übergabe: (v. l.) Die beiden Gemeinderäte Konräd Hädener und Roman Gimmel sowie Fred Hodel, Leiter Fachstelle Integration, posieren mit einem alten Zielführungsstab.
Symbolträchtige Übergabe: (v. l.) Die beiden Gemeinderäte Konräd Hädener und Roman Gimmel sowie Fred Hodel, Leiter Fachstelle Integration, posieren mit einem alten Zielführungsstab.
Angela Krenger

«Nehmen Sie das Gebäude in Beschlag!», sagte Gemeinderat Konrad Hädener (CVP). Vorher hatte Fred Hodel, Leiter der Fachstelle Integration, sich ausgiebig bei allen am Umzug Beteiligten, den Unterstützern und allen, die sich für die Integration engagierten, bedankt.

«Im Volksmund ist dieses Gebäude untrennbar mit dem Namen Bara­noff verbunden», erzählte Hädener den rund 50 Anwesenden an der Eröffnung des Kompetenzzentrum Integration Thun-Oberland (KIO) am Freitagabend. Leutnant Valentin André Baranoff war der Erfinder der Artillerie-Ausbildungsanlage, die die Armee in diesem Gebäude für viele Jahre stehen hatte.

Konrad Hädener führte aus, dass Bara­noff selbst ein Migrant gewesen sei, und betonte den Wert der zivilen Umnutzung von ehemals militärischen Einrichtungen. Danach übergab Hädener, der Vorsteher der Direktion Bau und Liegenschaften, statt eines Schlüssels einen alten Zielführungsstab an Gemeinderat Roman Gimmel (SVP), Vorsteher der Direktion Bildung, Sport, Kultur.

«Das neue KIO ist ein Bijou und Nachweis für unseren sorgsamen Umgang mit dem baukulturellen Erbe der Stadt.»

Konrad HädenerGemeinderat

Es sei ein Symbol als Zeichen für eine auch weiterhin zielgerichtete Integrationsarbeit. «Das neue KIO ist ein Bijou und Nachweis für unseren sorgsamen Umgang mit dem baukulturellen Erbe der Stadt», so Hädener.

Leitbild eingeweiht

Roman Gimmel weihte an dem Anlass auch das überarbeitete ­Integrationsleitbild mit neuen Massnahmen ein. «Im Bereich der frühen Förderung werden wir nach den Herbstferien ein Sprachspielgruppenangebot starten», erklärte der Leiter Fachstelle Integration, Fred Hodel.

«Die Sprachspielgruppe der reformierten Gesamtkirchgemeinde Thun und die Sprachspielgruppe Rägeboge von Eva Roth im Dürrenast sind unsere Partner und betreiben zwei professionelle Gruppen», sagte Hodel. Die Spielgruppen stünden allen offen, und es gebe Möglichkeiten finanzieller Unterstützung, erläuterte der Leiter Fachstelle Integration das Angebot.

Weiterhin bietet das Integrationszentrum Angebote in drei Bereichen: Erstens die Beratung von neu eingereisten Migranten oder für Privatpersonen, die schon länger hier leben. Zweitens im Bereich soziale Inte­gration, beispielsweise werden Anlässe und Sprachkurse organisiert, die in den KIO-Räumlichkeiten durchgeführt werden, die ihrerseits vermietet werden. Drittens die frühe Förderung mit den unterstützenden Angeboten der Bildungslandschaft, so zum Beispiel die Sprachspielgruppen.

Gute Auslastung als Ziel

Gemeinderat Roman Gimmel freute sich sehr, dass das KIO- ­Team in den Büros im ersten Stock an der Uttigenstrasse, anders als noch an der Schubertstrasse, nun gute Arbeitsplätze hat. Die Gesamtsanierung kostete rund 1,5 Millionen Franken (wir berichteten). Das KIO beschäftigt fünf Teilzeitmitarbeiter. Zudem hat es eine Zivildienststelle.

Gimmel betonte, dass durch die Vermietungen des Erdgeschosses, eine möglichst gute Auslastung des Gebäudes erzielt werden solle. Auch werden Ausstellungen durchgeführt.

Zurzeit zu sehen sind Bilder von Ximena Sedano. Der seit achtzehn Jahren in der Schweiz lebenden Kolumbianerin gelingt auf ihren Bildern die Verbindung unterschiedlicher Herkunft, so zum Beispiel durch die Darstellung Schweizer Gletscher und ­kolumbianischer Küste auf demselben Bild.

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