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Nach Steinwürfen auf Polizisten: neun Thun-Fans festgenommen

Die Polizei hat am frühen Dienstagmorgen neun Personen angehalten. Sie sollen sich Anfang November nach einem Fussballspiel an Ausschreitungen beteiligt und dabei Polizisten mit Steinen beworfen haben.

Die Polizei hat am frühen Dienstagmorgen im Rahmen einer gezielten Aktion im Kanton Bern sowie ausserhalb des Kantons neun Personen angehalten. Sie stehen im Verdacht, sich am 9. November 2019 nach dem Fussballspiel zwischen dem FC Thun und Neuchâtel Xamax FCS an Ausschreitungen in Ins beteiligt gehabt zu haben und unter anderem auch Angriffe auf Polizisten verübt zu haben. Dies schreibt die Polizei am Mittwoch in einer Mitteilung.

Damals war bei der Einsatzzentrale der Kantonspolizei Bern die Meldung eingegangen, dass in Ins mehrere Personen Sachbeschädigungen verüben würden. Als die Einsatzkräfte darauf beim Bahnhof eine Gruppe Personen kontrollieren wollten, verweigerte die Mehrheit von ihnen, sich auszuweisen, so heisst es in der Mitteilung. Während der Kontrolle fuhr ein Extrazug mit heimkehrenden Anhängern des FC Thuns im Bahnhof ein und stoppte. Umgehend ergriffen die Personen, die sich in der Kontrolle befanden, die Flucht in Richtung des Zuges.

Schottersteine auf Polizei geworfen

Dabei beobachteten die Einsatzkräfte, wie sich die Personen vermummten und Schottersteine ergriffen. Kurz darauf wurden die Polizistinnen und Polizisten massiv mit Steinwürfen angegriffen. Zeitgleich verliessen zahlreiche Personen den Extrazug und suchten teilweise ebenfalls die Konfrontation mit der Polizei beziehungsweise beteiligten sich an den Angriffen. Schliesslich konnten die Personen laut Polizeiangaben dazu bewegt werden, den Zug zu besteigen, sodass dieser weiterfahren konnte. Beim Vorfall mussten kurzzeitig Mittel, die die Polizei nicht näher benennt, eingesetzt werden und ein Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wurde durch einen Steinwurf am Kopf verletzt.

Darauf wurden unter der Leitung der zuständigen Staatsanwaltschaft Ermittlungen zur Täterschaft aufgenommen. Dabei gelang es, die neun angehaltenen Personen – alles Anhänger des FC Thuns – als mutmassliche Täter zu identifizieren.

Den Beschuldigten im Alter zwischen 17 und 29 Jahren wird unter anderem Landfriedensbruch, Körperverletzung, Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie Nötigung zur Last gelegt. Sie werden entsprechend verzeigt. Parallel dazu wurden gegen sieben von ihnen Massnahmen nach dem sogenannten Hooligan-Konkordat verfügt. Weitere Ermittlungen sind im Gang.

pd/flo

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