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Musikalische Beizentour geht in Runde 2

Freunde von Livemusik in all ihren Facetten kommen am Samstag auf ihre Kosten: In 18 Thuner Lokalen steigt die zweite Ausgabe des wiederbelebten Honky Tonk Festival. Wir liefern alles Wissenswerte zum vierstündigen Event mit total 18 Bands.

Sie waren vor einem Jahr am Honky Tonk mit dabei: Die Thuner Band Infinite Hills bei ihrem Auftritt im Keller der Kulturbar Mundwerk.
Sie waren vor einem Jahr am Honky Tonk mit dabei: Die Thuner Band Infinite Hills bei ihrem Auftritt im Keller der Kulturbar Mundwerk.
Patric Spahni

Honky Tonk ist gemäss Wikipedia ein Begriff, der eine bestimmte Art Beiz mit Livemusik beschreibt. Die Kneipen sind vor allem im Süden und Südwesten der USA weit ­verbreitet. Wie der Begriff, der aufs späte 19. Jahrhundert zu­rückgeht, genau entstanden ist, ist heute unklar. In Deutschland, Österreich und der Schweiz steht Honky Tonk für ein Festival, bei dem für einen einmaligen Eintritt am selben Abend in mehreren Lokalen einer Stadt Live­musik gehört werden kann. Hierzulande gibt es Honky Tonks in Luzern, St. Gallen – und Thun.

Organisiert wird das Thuner Honky Tonk Festival vom nächsten Samstag vom neu gegründeten Verein für angewandte Kultur (VAK Thun). Der Verein, hinter dem Reto Kupferschmied und Nando Fend von der Kulturbar Mundwerk stehen, macht sich nach eigenen Angaben «die Förderung und Organisation verschiedener kultureller Anlässe in der Region» zur Aufgabe.

Neun Ausgaben des Honky Tonk Festival gab es zwischen 2001 und 2009 in Thun. Dann stieg der Bierhersteller, der den Event vor allem als Marketingvehikel ­lanciert hatte, aus. Erst im vergangenen Jahr wurde das Festival in Thun dank privater Initiative wiederbelebt. Heuer findet die zweite Ausgabe nach der Neulancierung statt.

Kupferschmied Reto heisst der Mann, der das hiesige Honky Tonk aus der Versenkung holte. Der Betreiber des Mundwerks in der Oberen Hauptgasse empfängt heuer die Berner Rap-Truppe Vater Morgana. Im Mundwerk findet nach dem letzten Konzertslot ab 23.45 Uhr zudem die offizielle Honky Tonk After Party statt.

Yippie ist man – angesichts der musikalischen Vielfalt des diesjährigen Honky Tonk Festival – geneigt zu sagen. Der Konzertmodus ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben: Um 20, 21, 22 und 23 Uhr tritt pro Lokal jeweils eine Band für vier Sets à je 45 Minuten auf (Türöffnung: 19.30 Uhr). Dazwischen können Besucher von einer Beiz zur anderen tingeln – oder aber auf die extra-lange «Zugabe» warten.

Tanzen und mitwippen kann man diesmal in total 18 Lokalen, die sich am Honky Tonk beteiligen. Zwei von drei teilnehmenden Beizen befinden sich entlang der Oberen oder der Unteren Hauptgasse, alle weiteren ebenfalls in der Innenstadt. Neu dabei sind die Cortina Lounge sowie das Loft 27.

Ohne Eintrittsbändel geht es auch beim Honky Tonk nicht. Tickets sind erhältlich bei allen am Festival beteiligten Lokalen sowie bei Zig Zag Records an der Unteren Hauptgasse 22 oder im Haarsalon Tijera del diablo an der Oberen Hauptgasse 6 (Vorverkauf: 20 Fr., Abendkasse: 25 Fr.; VAK-Vereinsmitglieder profitieren von vergünstigten Preisen). Die Bändel berechtigen zum Eintritt in alle Konzertlokale und zur Teilnahme an den Aftershowpartys.

Neofolk ist lediglich eine der Stilrichtungen, die man am Honky Tonk Festival hören wird. Das musikalische Spektrum der auftretenden Bands reicht von Alternative, Blues und Bossa Nova über Country, Covers oder Cumbia bis hin zu (Indie-)Rock, Mundart, Rap und Rock ’n’ Roll.

Klingende Kassen – oder anders gesagt ein kostendeckendes Festival – gibt es für die Veranstalter ab rund 2000 verkauften Bändeln. «Das Ziel ist, nicht draufzulegen», sagt Mitorganisator Reto Kupferschmied. Nach etwas verhaltenem Start habe der Vorverkauf in den letzten Tagen angezogen. Die Rückmeldungen der Käufer seien bisher gut.

Alle Infos zum Festival sowie das detaillierte Programm online unterwww.honkytonkthun.ch oderfacebook.com/honkytonkthun.

gbs

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