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«Möchten Teil dieses Projekts bleiben»

Das Projekt Rostgarten sorgt seit den Sommerferien für mehr Betrieb auf dem Brachland der Schadaugärtnerei. Die Betreiber ziehen eine positive Bilanz und zünden ab morgen das Schlussbouquet.

Sorgte für Leben auf dem Areal der Schadaugärtnerei: Der Rostgarten. Hier ein «Fyrabe-Bier»-Anlass vor dem Konzert von Yabba and the Noise Factory.
Sorgte für Leben auf dem Areal der Schadaugärtnerei: Der Rostgarten. Hier ein «Fyrabe-Bier»-Anlass vor dem Konzert von Yabba and the Noise Factory.
PD

Einmal ging vor der Orangerie ein Food-Save-Brunch über die Bühne, ein anderes Mal luden die Verantwortlichen zu einem Konzert oder zu einem Kinoabend. Und diese Art von Zwischennutzung kam beim Publikum an: «Wir hatten durchschnittlich 50 Leute zu Gast», zieht Stefanie Strahm eine erste positive Bilanz.

Besonders gefreut hat die 28-jährige Lehrerin, dass das Publikum sehr durchmischt war: «Es kamen Nachbarn, Familien mit Kindern, junge und ältere Leute. Und die meisten, die einmal hier waren, kamen wieder.»

Auch die Rückmeldungen seien durchwegs positiv gewesen: «Viele staunten, was wir mit so wenigen Ressourcen auf die Beine gestellt hatten.»

Da das Projekt nicht profitorientiert ist und nur auf Kollektenbasis funktioniert, war das Rostgarten-Team froh um einen finanziellen Zustupf der Tour de Lorraine, einer Organisation, die im Jahr 2000 aus den Protesten gegen das World Economic Forum entstanden ist. «Dadurch sind wir definitiv auch finanziell über dem Berg», sagt Strahm.

Diskussion zur Zukunft

In den nächsten Tagen stehen nun die letzten Veranstaltungen des Vereins in der laufenden Saison an: So ist unter anderem morgen Donnerstag ein Vortrag mit anschliessender Diskussion zum Thema «Stadtentwicklung von unten» geplant: «Wir möchten darüber diskutieren, wie auf den Erkenntnissen des Beteiligungsprozesses von 2016 aufgebaut werden kann.

Uns ist vor allem wichtig, dass die Bevölkerung bei der Arealentwicklung weiterhin mitwirken kann». Darum würden die Besucherinnen und Besucher dazu angeregt, selber darüber nachzudenken, wie die Brachfläche in den nächsten Jahren belebt werden können.

Gekommen, um zu bleiben

Und wie stellt sich der Verein seine eigene Zukunft vor? «Das war erst der Start. Wir haben Erfahrungen sammeln und herausfinden können, was funktioniert und was nicht», sagt Stefanie Strahm dazu. «Wir werden nun nach der letzten Veranstaltung zusammensitzen und für uns eine Bilanz ziehen.»

Ganz sicher sei aber, dass der Verein auch künftig auf dem Areal mitwirken und deshalb bei der Stadt auch eine entsprechende Eingabe machen wolle. «Wir stellen uns vor, dass sich künftig verschiedene Nutzerinnen und Nutzer das Areal teilen.

Dabei sollten nicht nur einzelne Events wie jetzt sondern auch langfristige Projekte, aber auch spontane Anlässe möglich sein», sagt Stefanie Strahm, die sich auch die Nutzung des Kutscherhofs vorstellen kann.

Denn: «Die heutige Situation mit Parkplätzen und Lagerräumen finden wir gerade auch in Bezug auf den Beteiligungsprozess der Stadt untragbar.»

Rostgarten-Programm: Donnerstag 19. September, 19 bis 22 Uhr, Vortrag und Diskussion: «Stadtentwicklung von unten», Spielbar und Frittenbude geöffnet. Freitag, 20. September, ab 16 Uhr, Fyrabe-Bier, Falafel und Kino (Film ab 20.30 Uhr); Samstag, 21. September, Workshoptag (14 Uhr Hoola Hopp, 15 Uhr Yoga, 16 Uhr Hoola Hopp bauen, 17 Uhr Tanz); Sonntag, 22. September, 10 bis 16 Uhr Kaffee und Kuchen zum Märit. Kein Eintritt. Kollekte. Mehr unter www.rostgarten.be

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