Mit Sonne zu Strom zu warmem Wasser

Im «Strämu» gibt es seit Mai 2019 neue Solarstromanlagen: Martin Bickel, Stephan Schmid und Markus Hänni wissen mehr.

Die Solaranlage von Energie Thun beim Strandbad Thun. Foto: Jugendreporter

Die Solaranlage von Energie Thun beim Strandbad Thun. Foto: Jugendreporter

Die Badebecken im Strandbad Thun sind normalerweise auf 24 Grad Celsius geheizt. Martin Bickel, Gesamtprojektleiter des Umbaus im Strandbad Thun, meint: «Da es momentan so warm ist, müssen wir fast nicht heizen.» Das Strandbad Thun deckt jedoch die Badebecken über Nacht nicht, und so geht Wärme verloren, welche wiedergewonnen werden muss.

Da man dafür nicht noch zusätzlich Strom verbrauchen darf, musste man eine Alternative finden. Im April begann die Energie Thun AG mit dem Bau von Solaranlagen im «Strämu». Dabei gab es einige Herausforderungen, da ein Gebäude unter Denkmalschutz steht. Seit Mai sind die Fotovoltaikpanels aber im Einsatz. Da das Strandbad der Stadt gehört, muss diese für die Kosten aufkommen.

Die Stadt kauft den gewonnenen Strom der Energie Thun AG ab, um die Badebecken zu heizen. Mindestens ein Drittel der so erzeugten Wärme muss durch die Sonnenenergie gewonnen werden. Einmal pro Jahr wird die Solaranlage gereinigt – wobei auch die Sicherheit eine wichtige Rolle spielt. So müssen bei der Begehung des Dachs alle angeseilt sein, wie Stephan Schmid erklärt. Er ist zuständig für die Wartungen der Anlage.

Die einzelnen Panels bestehen aus 60 Zellen, in welchen Silizium enthalten ist. Wenn Sonnenlicht auf die Zellen trifft, werden Elektronen in Bewegung gesetzt, die dann in einem Wechselrichter von Gleichstrom zu Wechselstrom umgewandelt werden. «Sonnenenergie ist die Energie der Zukunft, darauf müssen wir in Zukunft bauen», sagt Markus Hänni. Er ist zuständig für Produkte und Vertrieb bei der Energie Thun AG.

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