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Mit dem Cantonale-Bus zur Kunst

Bei eisiger Kälte machte sich frühmorgens ein voll besetzter Bus zur ersten Kunsttour Circuit auf den Weg. Begleitet von Fachleuten führte der Weg in Museen nach Biel, Langenthal, Moutier, Pruntrut und Le Noirmont.

Die dreiteilige Ölbildserie «Reality is Not Enough» des Thuners Michael Streun ist in der historischen Kirche von Le Noirmont ausgestellt.
Die dreiteilige Ölbildserie «Reality is Not Enough» des Thuners Michael Streun ist in der historischen Kirche von Le Noirmont ausgestellt.
zvg

Bildende Kunst ist das Anliegen des Vereins – erstmals werden in dieser Saison die neun Institutionen der Cantonale Berne Jura mit einer Kunsttour verbunden. Die kulturelle Fahrt ermöglicht es, an einem Tag mehrere Ausstellungen an verschiedenen Orten zu besuchen.

Dank der eigens entwickelten Vermittlungsangebote von Kuratoren und Kunstfachleuten wird eine vertiefte Auseinandersetzung mit den ausgestellten Objekten möglich. Der Car verkehrt jeweils zwischen den einzelnen Ausstellungsorten, wo auf die Gäste Fachper­sonen der Kunstvermittlung der jeweiligen Häuser warten. Dadurch entsteht eine willkommene Vernetzung von Kunst und Kunstschaffenden in Bern und im Jura.

Durch Schnee und Eis

Schneefall und vereiste Strassen konnten den 27 Fahrgästen nichts anhaben. Ab neun Uhr fanden sich die Kulturinteressierten im Centre Pasquart in Biel ein, um der inspirierenden Führung von Felicity Lunn zu lauschen. Weiter gings ins Kunsthaus Langenthal, wo Claire Hofmann bilingue durch die Ausstellung führte. Im Musée jurassien des Arts in Moutier, wo unter anderem der Thuner Künstler Reto Leibundgut seine Werke, etwa florale Rundbilder, ausstellt, übernahm Valentine Reymond die Gruppe. Auch der Steffisburger Künstler Dan Reusser ist in Moutier vertreten mit Arbeiten, welche für Eingriffe in die Natur durch den Menschen stehen.

Valentine Reymond fokussierte in ihrer Führung besonders die Arbeiten von Michael Streun: «Der Künstler benutzt in seinen Werken Metaphern, die als psychische Zustände der Personen stehen.» Das wirke sehr geheimnisvoll. «Bei der jungen Frau mit der grünen PET-Flasche weiss der Betrachter nicht, ob sie eine schützende Maske trägt oder einen Schild, der sie von der Aussenwelt ausgrenzt. Das birgt einen besonderen Reiz.» Die Museumsleiterin sieht die Cantonale als wertvolle Chance, dass sich Künstler aus den Kantonen Jura und Bern begegnen können. Zudem haben die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, unterschiedlichste Kunst kennen zu lernen.

Catherine Kohler empfing die Gruppe des Circuit im EAC (Les halles) von Porrentruy. Besonders beeindruckte die Gäste die Ausstellung der Vereinigung La Nef in der historischen Kirche von Le Noirmont, in der Eric Rihs und Julie Humbert die Ausstellung begleiteten.

«Wichtige Plattform»

Der Thuner Künstler Michael Streun präsentierte an der Can­tonale in Le Noirmont die drei­teilige Ölbildserie «Reality is Not Enough» und eine Serie von Zeichnungen kombiniert mit Aquarell im Musée jurassien des Arts in Moutier. Zudem ziert sein Bild «Green bottle», auf dem besagte junge Frau mit grüner PET-Flasche vor dem Gesicht zu sehen ist, das diesjährige Poster der Cantonale. «Die Cantonale ist eine sehr wichtige Plattform für uns professionell arbeitende Kunstschaffende», hob Streun hervor. Im Jura habe er zum ersten Mal ausgestellt. Es sei zwar aufwendig gewesen, sich dort zu präsentieren – schon wegen der Fahrtzeiten. Der Aufwand habe sich aber gelohnt dafür, die Kunst einer neuen Klientel zeigen zu können.

Die kunstinteressierte Reisegruppe mit Teilnehmern aus Biel, Bern, Zürich, Winterthur, Solothurn, Twann, Spiez, Köniz, Port und Worblaufen lobte die Kunsttour als komfortable und informative Art, künstlerische Positionen und Kunstorte kennen zu lernen.

Die zweite Kunsttour Circuit führt die Teilnehmenden am 21. Januar ab 11 Uhr in die Stadtgalerie und in die Kunsthalle Bern, ins Kunstmuseum Thun und ins Kunsthaus Interlaken. Tickets unter www.ticketino.com

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