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Megazapfenstreich ist ein Zuschauermagnet

Am Umzug vom Sonntagabend durch die Thuner Innenstadt laufen rund 260 aktive und ehemalige Kadetten-Musikanten und -Tambouren mit. Es könnten noch weit mehr sein.

Rund 150 ehemalige Musikanten und Tambouren werden am diesjährigen Megazapfenstreich mitspielen. So auch Stadtpräsident Raphael Lanz (Bildmitte), der schon 2014 beim letzten grossen Zapfenstreich als Tambour dabei war.
Rund 150 ehemalige Musikanten und Tambouren werden am diesjährigen Megazapfenstreich mitspielen. So auch Stadtpräsident Raphael Lanz (Bildmitte), der schon 2014 beim letzten grossen Zapfenstreich als Tambour dabei war.
Markus Grunder

Insgesamt fünf Mal gab es ihn schon, den Monster- oder Megazapfenstreich, wie er heute heisst. Die Idee: Nicht nur die aktiven Kadettinnen und Kadetten, sondern auch alle ehemaligen Tambouren und Musikanten der Kadettenmusik können beim Zapfenstreich mitlaufen und -spielen.

Erstmals fand ein solcher Megazapfenstreich 1989 statt: «Damals feierte das Kadettenkorps sein 150-jähriges Bestehen», erklärt Urs Grundbacher, der heutige Leiter der Kadettenmusik. Die Idee kam bei allen Teilnehmenden, aber auch beim Publikum derart gut an, dass sich eine Wiederholung aufdrängte. Alle zehn Jahre und bei besonderen Anlässen wie Jubiläen gibts den Anlass nun. Und in diesem Jahr ist es wieder so weit: Am Ausschiessetsonntag geht um 20 Uhr wieder ein Megazapfenstreich über die Bühne.

Alle Leihtrommeln weg

Das Interesse ist gross: «Ich habe rund 70 Anmeldungen von ehemaligen Musikanten erhalten», sagt Urs Grundbacher. «Zusammen mit den 60 aktiven Kadetten stellen wir alleine von der Musik rund 130 Umzugsteilnehmerinnen und -teilnehmer.»

Noch grösser ist der Rücklauf bei den Tambouren: «Es ist in diesem Jahr extrem», sagt Tambourenchef Martin Zollet. «Wir wurden regelrecht überrannt.» Rund 80 ehemalige Tambourinnen und Tambouren wollen beim diesjährigen Megazapfenstreich dabei sein. Damit wächst das Tambourenkorps auf ebenfalls rund 130 Mitglieder an. Und es könnten durchaus mehr sein: «Viele Ehemalige trommeln nicht mehr, weshalb wir 35 Trommeln zur Verfügung stellen», erklärt Zollet. «Doch das reicht bei weitem nicht. Alle Leihtrommeln waren innert kürzester Zeit vergeben.» Deshalb müssten viele ausserhalb von Thun eine Trommel organisieren oder auf die Teilnahme verzichten.

Prominente Teilnehmer

Es versteht sich von selbst, dass es unter den Teilnehmenden auch bekannte Gesichter geben wird: «Raphael Lanz war der Erste, der sich angemeldet hat», lacht Martin Zollet. Während der Stadtpräsident auf der Ordonnanztrommel den Takt angeben wird, spielt sein Gemeinderats- und Parteikollege Roman Gimmel (beide SVP) im Umzug die Trompete.

«Der Zapfenstreich ist für mich, der in der Hauptgasse aufgewachsen ist, einer der Höhepunkte des Ausschiessets. Denn hier in der engen Gasse ist das Erlebnis besonders intensiv», sagt der Thuner Stadtpräsident zu seiner Teilnahme. «Ich freue mich aufs Trommeln, auf die Musik, aber auch auf viele Erinnerungen, die bestimmt aufkommen werden.»

Damit die Herren Gemeinderäte, aber auch der grosse Rest der rund 260 Musikanten und Tambouren auch harmonisch klingen, haben Urs Grundbacher und Martin Zollet eine Gesamtprobe am Samstag bei der Oberstufenschule Progymatte angesagt: «Bei einer solch grossen Gruppe liegt die Schwierigkeit in der Schallausbreitung. Einige werden die Musik nur verzögert wahrnehmen.» Deshalb sei es wichtig, dass in der Mitte des Umzugs ein Schlagzeug spiele, das den Takt für alle angebe. «Mit etwas Übung bringen wir das schon hin», sagt Grundbacher. (don)

Hauptprobe: Samstag, 21. September, 13.30 Uhr, OS Progymatte. Megazapfenstreich am Sonntag, 22. September, um 20 Uhr. Route: Rathausplatz – Obere Hauptgasse – Freienhofgasse – Bälliz – Kuhbrücke – Marktgasse – Untere Hauptgasse – Rathausplatz. Der Zapfenstreich am Montagabend ist den aktiven Kadetten vorbehalten.

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