Zum Hauptinhalt springen

Luftschlösser pflanzen in der Gärtnerei

Die Premiere der Schlossspiele Thun am 2. August mit der Komödie «Der Talisman» von Johann Nepomuk Nestroy in der Schadaugärtnerei rückt näher.

Die Proben für das Stück «Der Talisman» sind in vollem Gange (v. l.): Constantia (Tina Straubhaar), Herr von Zollmatt (Markus Kislig), Flora (Luana Schnegg), Frau von Dornwyl (Pia Steiner), Emma (Anik Trachsel) und Georg (Emanuel Kislig). Halb verdeckt sind Frau von Zollmatt (Ruth Gisel) und Madame von Cypressenburg (Daniela Krneta) zu sehen.
Die Proben für das Stück «Der Talisman» sind in vollem Gange (v. l.): Constantia (Tina Straubhaar), Herr von Zollmatt (Markus Kislig), Flora (Luana Schnegg), Frau von Dornwyl (Pia Steiner), Emma (Anik Trachsel) und Georg (Emanuel Kislig). Halb verdeckt sind Frau von Zollmatt (Ruth Gisel) und Madame von Cypressenburg (Daniela Krneta) zu sehen.
pd/Markus Grunder

Ist alles bereit? Wurde ir­gendetwas oder irgendjemand vergessen? Gibt es ge­nügend Helfer? Haben alle ihre Aufgaben im Griff? Nicht nur bei Melanie Arnold und Markus Wey von der Produktionsleitung sind die Nerven angespannt. In der alten Schadaugärtnerei wuchs mit drei bis fünf Proben pro Woche seit Anfang Juli die Komödie «Der Talisman» heran – eine hohe Belastung fürs En­semble nebst Arbeit und Alltag. Lange Wartezeiten bei techniklastigen Proben stellten alle auf eine Geduldsprobe, genauso wie manch verregnete Abende. Doch das tut der Motivation und der guten Laune keinen Ab­bruch.

Seit vier Wochen werden nicht mehr einzelne Szenen geprobt, sondern das ganze Stück in Echtzeit. In dieser Phase fixierte Beat Jörg Szene für Szene die Übergänge für Licht- und Tontechnik. Markus Wey, der eine umfangreiche Filmmusiksammlung und ein Gespür für passende Klänge besitzt, hat grosse Teile des Theaters mit Musik unterlegt. Schauspieler Markus Kislig, der den kurzfristig aus­gefallenen Adeligen Albert er­setzt, hat die Rolle wunderbar übernommen.

Bühnenbildner Andreas Stettler musste sich der einen oder an­deren Herausforderung stellen: Das bestellte Material blieb am Zoll hängen und kam erst mit Verspätung an. Anfangs plante Stettler ein «Pop-up-Schloss» aus Holz zum Hochklappen. Doch zusammen mit den Tüftlern Babu Wälti und Katja Koch wurde eine luftigere Lösung gefunden, die perfekt zum Stück und den grotesken Kostümen passt. Regisseurin Davina Siegenthaler Hugi betonte nach den letzten zwei Proben, dass die Spielzeit reif sei und sie sich freue, wie viel Schwung «Der Ta­lisman» nun ausstrahle.

Am kommenden Samstagvormittag ist das Ensemble in Kostümen und geschminkt in der Thuner Innenstadt mit einer Flyerverteilaktion unterwegs, um die neue Produktion der Schlossspiele Thun farbenfroh zu präsentieren.

Die Schlossspiele Thun präsentieren die Komödie «Der Talisman» von Johann Nepomuk Nestroy vom 2. August bis zum 8. September in der Schadaugärtnerei. Ab 18.30 Uhr jeweils Abendkasse und Theaterbistro geöffnet. Vorstellungsbeginn: 20 Uhr. Tickets gibt es unter www.schlossspielethun.ch.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch