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Klösterli-Team lädt zum Lachmuskeltraining

Mit sechs Kleinkunstjuwelen startet die Saison 2017/2018 im Klösterli Oberhofen in gut einer Woche. Der Verein stellte eine Mischung aus frechem Gesang, ungeniertem Wortwitz und musikalischen Finessen zusammen.

Sarah Hakenberg – hier bei einem Auftritt im KKThun vor zweieinhalb Jahren – ist im kommenden Januar im Klösterli zu sehen.
Sarah Hakenberg – hier bei einem Auftritt im KKThun vor zweieinhalb Jahren – ist im kommenden Januar im Klösterli zu sehen.
Markus Hubacher

«Die Künstlerinnen und Künstler, die wir engagieren, müssen zwar nicht zwingend den renommierten Kleinkunstpreis Salzburger Stier abgeräumt haben, aber wir greifen schon nach den Besten des Genres», erläutert Fritz Lehmann, der mit Wilfred und Erika Schneeberger, Hugo Ramseyer und Marie-Ines Suter zum Kleinkunst-Klösterli-Team gehört und denen wiederum fleissige Helfer zur Seite stehen. Weiter werde darauf geachtet, dass in einer Saison unterschiedliche Formationen vom Einzelkünstler über Duos bis zur Gruppe die Klösterli-Bühne bespielen.

So vielfältig, wie sich die Kleinkunst im deutschsprachigen Raum zeigt, so bunt setzt sich auch das Programm in Oberhofen zusammen. «In der Adventszeit achten wir auf Darbietungen, die besinnlich-klassisch daherkommen», führt Fritz Lehmann weiter aus.

Dieses Jahr sorgt das Schweizer Duo Calva mit seinem Programm «Heute Abend Zauberflöte» am 7. Dezember für festliche Stimmung, die gern ins herzhafte Lachen kippen darf. Die beiden ausgebildeten Cellisten Alain Schudel und Daniel Schaerer mimen zwei Aushilfsmusiker, die für eine grosse Operngala vergeblich aufs Orchester warten, das mit dem Bus liegen geblieben ist. Um das Publikum bei Laune zu halten, ziehen die Cellisten nun aus der Not alle Register und musizier-verulken Klassikohrwürmer mit virtuosem Geschick. Bei ihren raffinierten Arrangements kommen Opernfans wie Comedyanhänger auf ihre Kosten.

Das Duo Calva tritt am 7. Dezember in Oberhofen auf. Bild: zvg
Das Duo Calva tritt am 7. Dezember in Oberhofen auf. Bild: zvg

Hakenberg spricht Klartext

Zierlich, blond, lieb lächelnd und brav seitengescheitelt, sitzt Sarah Hakenberg bei ihren Auftritten am Flügel. Doch Vorsicht: Die deutsche Kabarettistin und Liedermacherin hat sich schon im zarten Alter vorgenommen, in Tische zu beissen und Zeitungen zu zerreissen, weil sie aus ihrer Geburtsstadt Köln schon früh nach Bayern verschleppt wurde. In ihrem Programm «Struwwelpeter reloaded» am 18. Januar 2018 malt sie die sowieso schon schwarze Pädagogik des Kinderbuchs noch schwärzer und verleiht ihr Aktualität. Hans-guck-in-die-Luft wird bei Hakenberg zur Mandy-guck-aufs-Handy, und der Suppenkasper mutiert zum drallen Kalle.

200 Plätze – 120 Abonnenten

«Dieser Moppel dort, der zählt alleine ja schon als Doppelmord.» – «Frank hat sich das Hirn verbrannt, nur weil er mal am Sandstrand stand»: Helge Thun und das Udo schüttelreimen sich am 21. Februar durch ihr Programm «Ohne erkennbare Mängel». Doch dies ist nur ein Teil ihrer hinreissend saukomischen Show, in der temporeich mit Worten jongliert, gefaucht, gelispelt, gesungen und geblödelt wird.

Ein Heimspiel liefern am 15. März Schertenlaib und Jegerlehner ab, die mit ihrem Programm «Zunder» Lieder, Geheul und haarsträubenden Tempowechsel versprechen. Ihre Lieder sind geprägt von Melancholie, poetischen Anwandlungen und dem Irrsinn des schrägen Alltags.

Mit rund 200 Plätzen im Klösterli klappt jene Interaktion zwischen Künstlern und ihrem Publikum, von der die Kleinkunst lebt. «Wir haben allein 120 Abonnenten», sagt Lehmann nicht ohne Stolz. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 20 Uhr, Abendkasse ab 19 Uhr. Der Hitzige Appenzeller Chor am 19. Oktober und Bänz Friedli mit seinem Programm «Ke Witz» sind bereits ausverkauft.

Karten im Vorverkauf bei der Drogerie Jutzi, Tel. 033 243 14 38, an der Staatsstrasse 2 in Oberhofen.

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