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Kirche Schönau auf Vordermann gebracht

Die Kirche Schönau ist für 2 Millionen Franken saniert worden. Ein ursprüngliches Projekt mit veranschlagten Kosten von 3,95 Millionen Franken wurde seinerzeit abgelehnt.

Die Kirche Schönau wurde umfassend saniert. Unter anderem erhielt der Kirchenraum LED-Leuchten.
Die Kirche Schönau wurde umfassend saniert. Unter anderem erhielt der Kirchenraum LED-Leuchten.
Hans Kopp

Von aussen sieht man der im Jahr 1958 gebauten Kirche Schönau im Thuner Westquartier praktisch nicht an, dass für deren ­Sanierung 2 Millionen Franken investiert worden sind. «Nach Jahrzehnten des Gebrauchs war es Zeit, die Kirche wieder auf Vordermann zu bringen», begründet Heinz Leuenberger, Präsident des Kirchgemeinderats Thun-Stadt, die hohen Aufwendungen im Gespräch mit dieser Zeitung.

Kostendach festgelegt

Bereits im Mai 2011 sei der Startschuss zur Erarbeitung eines Nutzungskonzepts gegeben worden, blickt Willy Bühler, Präsident des Kleinen Kirchenrats der Gesamtkirchgemeinde, zurück. Im Herbst 2013 sei ein Vorprojekt mit Gesamtkosten von 3,95 Millionen Franken vorge­legen, das einen Neubauteil ­zwischen Kirche und Pfarrhaus ­vorgesehen habe.

Der Kleine Kirchenrat lehnte dieses ab und verlangte eine Projektvariante mit Kosten von maximal 2 Millionen Franken. Nachdem man über die Bücher gegangen sei, hätten der Kleine und der Grosse Kirchenrat ein abgespecktes Projekt mit einem Kostendach von 2 Millionen Franken ge­nehmigt.

Dies bedeutete den Verzicht auf den Neubauteil. Zusätzlich wurden 100'000 Franken für die Sanierung der Glockenanlage bewilligt. Zum Vergleich: Der Bau der Kirche kostete 648'867 Franken (siehe Infobox). «Damit stand dem Baubeginn im April dieses Jahres nichts mehr im Weg», ­sagte Bühler.

Die Arbeiten neigen sich dem Ende zu, und am 30. Oktober wird die Kirche Schönau mit einem Festgottesdienst zur Wiederbenutzung der Kirchgemeinde Thun-Stadt übergeben.

Infrastruktur aufgewertet

«Eigentlich haben wir nicht wortwörtlich gebaut», sagte Erich Finger, Leiter der Bau- und Projektkommission, auf einem Rundgang durch die ­Gebäulichkeiten. Es sei darum ­gegangen, die Infrastruktur ­aufzuwerten. So wurden im Untergeschoss der Mehrzwecksaal und die Küche saniert.

Im Weiteren erfuhren die Wärmeaufbereitung und die elektrischen Anlagen Verbesserungen. Im Erdgeschoss wurde der Kirchenraum unter anderem mit LED-Leuchten ausgestattet. In andern Räumen gab es neue Fenster oder Bemalungen. An der Westfassade wurde ein Notausgang geschaffen, der für den Fall der Vollbesetzung vorgeschrieben ist. Die Fassade erhielt einen neuen Anstrich. Der bisher im Laubegge untergebrachte Jugendraum ist ins Untergeschoss im Pfarrhaus verlegt worden. Schliesslich wurden auch Glockenanlage und Turmuhr saniert.

In der ganzen Sanierung stecke viel Hightech, könnten doch viele Anlagen mit dem iPad gesteuert werden, erklären die Verantwortlichen. Die Arbeiten seien vorwiegend an Unternehmen und Handwerker aus der Region vergeben worden, wurde betont. Die Gesamtprojektleitung lag in den Händen von Lanzrein + Partner Consulting AG, Thun.

Wiedereröffnung der Kirche Schönau:

Sonntag, 30. Oktober, 9.30 Uhr: Festgottesdienst mit Musik und Gesang; 11 Uhr: Apéro im Foyer, Suppenessen im Saal, Bildpräsentation der Umbauarbeiten in der Kirche; 17 Uhr: Jubiläumskonzert Gospelchor Schönau und Gospelchor Liebefeld, Bern.

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