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Im Juli geht die Post definitiv zu

Jetzt ist klar: Anfang Juli schliesst im Dorf die Poststelle ihre Schalter. Im örtlichen Volg-Laden wird eine Postagentur installiert.

Am 6. Juli 2019 ist es vorbei: Dann schliesst die Poststelle Kiesen ihre Schalter (Archivbild).
Am 6. Juli 2019 ist es vorbei: Dann schliesst die Poststelle Kiesen ihre Schalter (Archivbild).
Patric Spahni

«Dialoganlass», stand auf dem Flyer, den die Post kürzlich in Kiesen und Umgebung verteilen liess. Eingeladen in die Turnhalle hatte der gelbe Riese die Bevölkerung am Mittwochabend, um über die anstehende Schliessung der Poststelle in Kiesen zu informieren. Und die 80 Interessierten wurden rasch vor Tatsachen gestellt. Am 6. Juli schliesst die Poststelle im Dorf definitiv ihre Schalter.

Bereits im März geht der langjährige Poststellenleiter in Frühpension. Im Gegenzug wird am 8. Juli im örtlichen Volg-Laden eine Postagentur eröffnet. «Es wird einen nahtlosen Übergang geben», versprach Postvertreter Andreas Neugebauer, Leiter der Region Thunersee.

Zuvor hatte der Postvertreter mittels ausführlicher Präsentation die Massnahme begründet. «Wir müssen uns den gesellschaftlichen Veränderungen im Alltag stellen», betonte er und nannte auch gleich Zahlen. So haben auf der Poststelle in Kiesen im Jahr 2017 die Einzahlungen um 31 Prozent abgenommen, und es wurden 25 Prozent weniger Briefe aufgegeben.

Wie der Leiter der Region Thunersee weiter ausführte, werde sich mit der Agenturlösung für die Kunden wenig ändern. Auch Einzahlungen seien möglich. «Allerdings nur bargeldlos», erläuterte Andreas Neugebauer. Wer seine Einzahlungen bar erledigen möchte, könne dies künftig direkt beim Postboten an der Haustür tun. Der Postvertreter zeigte sich überzeugt, dass die Agentur auch Vorteile bringt: «Die Öffnungszeiten sind länger und damit kundenfreundlicher.»

Kommt Paketautomat?

Neugebauer ging auch auf die Bedürfnisse des Gewerbes von Kiesen, Oppligen und Jaberg ein. So werde es eine Lösung geben, um Massensendungen aufzugeben. Zudem sei es ein Ziel, in der Region künftig einen Paketautomaten aufzustellen. Im weiteren beabsichtige die Post in nächster Zeit auch, die Agenturen mit Personal zu bestücken. Allerdings nicht mit posteigenen Leuten, sondern vielmehr mit Mitarbeitenden der Partner. «Ziel ist es, dass die Agenturkunden künftig bedient werden.»

Die Informationen lösten unter den Anwesenden zahlreiche, vorab praktische Fragen aus. So wurde etwa befürchtet, dass Volg-Kunden an der Kasse künftig längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen oder dass das Personal überstrapaziert werde. Bemängelt wurde auch, dass der Postkunde neu alles selber machen müsse. «Das Ganze ist doch ein Theater, ich traue der Sache nicht», meinte ein Bürger zum Schluss.

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