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Grüne räumen ab und holen im Parlament die SP ein

Stadtratswahlen Die SVP bleibt die stärkste Partei, muss aber Verluste hinnehmen. FDP und BDP schaffen die Fraktionsstärke nicht.

Michelle Marbach (Grüne, neu)
Michelle Marbach (Grüne, neu)
PD
Reinhard Carlos (FDP, neu)
Reinhard Carlos (FDP, neu)
PD
Margrit Schwander (SP, neu)
Margrit Schwander (SP, neu)
PD
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Jubel und Konsternation lagen sehr nahe beieinander, als Vizestadtschreiber Christoph Stalder am Sonntagabend nach 21 Uhr die Resultate der Stadtratswahlen verkündete. Immer wieder brandete im Stadtratssaal spontaner Applaus auf. Immer wieder gab es aber auch lange Gesichter unter den Kandidatinnen und Kandidaten. Zu den Verlierern gehörten die Grünen definitiv nicht. Sie waren nicht nur die grossen Überflieger der Gemeinderatswahlen – sie doppelten bei den Stadtratswahlen gleich nach und holten inklusive Junge Grüne gleich drei zusätzliche Sitze. Neu sind die Grünen mit acht Personen im Parlament vertreten – gleich viele wie die SP, die einen Sitz einbüsste.

Zwei Abtrünnige abgestraft

Stärkste Partei im Stadtrat bleibt zwar die SVP. Sie verliert aber gegenüber den Wahlen 2014 einen Sitz – und gegenüber dem Status Quo sogar deren drei. Zur Erinnerung: Im Sommer hatten mit Peter Aegerter von der BDP und Serge Lanz von der FDP zwei amtierende Stadträte zur SVP gewechselt. Sie schafften die Wiederwahl in ihrer neuen Partei problemlos. Ganz im Gegensatz zu Susanna Ernst und Claude Schlapbach, die ebenfalls im Sommer die Seiten gewechselt hatten – von der BDP zur FDP. Für diese Partei wurden sie nicht wiedergewählt.

Bitter für die FDP: Die durch die Übertritte eben erst gewonnene Fraktionsstärke ist bereits wieder dahin. Die BDP ihrerseits schaffte es nicht, wieder eine eigene Fraktion bilden zu können und verpasste damit das Wahlziel. Vier Sitze sind für die eigene Fraktion nötig, fünf holte die BDP vor vier Jahren, deren drei waren es diesmal. Nur klein sind die Verschiebungen bei der Fraktion der Mitte: Alle Bisherigen CVP, EVP, EDU und GLP wurden wiedergewählt; die Grünliberalen schafften mit Thomas Rosenberg einen zusätzlichen Sitzgewinn und kommen neu auf drei Sitze.

Neun Neue im Stadtrat

Nebst Susanna Ernst und Claude Schlapbach schafften drei weitere bisherige Stadtratsmitglieder die Wiederwahl nicht: Samuel Bühlmann und Martin von Allmen für die SP und Daniel Schenk für die SVP. Letzterem fehlten genau acht Stimmen. Neu im Stadtrat sind neben dem erwähnten Thomas Rosenberg auch Seraina Graf, Marc Barben, Michelle Marbach (Grüne), Cloe Weber (Junge Grüne), Reto Vannini (BDP), Manon Jaccard (Junge SP), Margrit Schwander (SP) und Carlos Reinhard (FDP). Für die letzten beiden dürfte die Wahl in den Stadtrat allerdings nur ein kleines Trostpflaster sein: Beide hatten sich einen Sitz im Gemeinderat erhofft, beide scheiterten aber deutlich (vgl. nebenstehende Seite).

Die Stimmbeteiligung lag bei den Stadtratswahlen bei 36,17 Prozent. Bei den Wahlen vor vier Jahren waren es mit 35,5 Prozent noch minim weniger.

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