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Für eine herzsichere Stadt

Defibrillatoren in öffentlichen Gebäuden sind in Thun nun rund um die Uhr zugänglich.

pd
Defibrillatoren können Leben retten.
Defibrillatoren können Leben retten.
PD

Von der Alarmierung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vergehen durchschnittlich zehn bis zwölf Minuten. Nebst einer raschen Alarmierung (Notrufnummer 144) ist die frühe Wiederbelebung mit Basic Life Support und Defibrillation bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand jedoch wesentlich für das Überleben. Denn mit jeder Minute sinkt die Überlebenschance um zehn Prozent.

Gemeinsam mit der Union, Schweizerische Philanthropische Gesellschaft (Kreis Thun), und dem Verein Firstresponder.be hat die Stadt Thun das Projekt «Herzsichere Stadt» lanciert, um möglichst viele Menschen nach einem Herzstillstand retten zu können. Für Gemeinderat Peter Siegenthaler (SP) ist es eine Herzensangelegenheit: «Thun gilt als eine der sichersten Städte der Schweiz. Mit dem Projekt ‹Herzsichere Stadt› wird die Sicherheit in einem anderen Bereich erhöht, der ebenfalls sehr wichtig ist.»

Dank einer grosszügigen Spende von 12000 Franken der Union stehen der Thuner Bevölkerung bei der Schulanlage Buchholz sowie beim Feuerwehrmagazin Lerchenfeld ab sofort zwei Defibrillatoren während 24 Stunden zur Verfügung. Am Montag konnte Gemeinderat Peter Siegenthaler den Defibrillator beim Feuerwehrmagazin entgegennehmen. Im nächsten Jahr will die Stadt Thun weitere Geräte in öffentlichen Gebäuden 24 Stunden zugänglich machen. «Ich bin überzeugt, dass jede Frau und jeder Mann Leben retten kann», so Hans-Heinrich Weber, Sekretär der Union, Schweizerische Philanthropische Gesellschaft (Kreis Thun). Seine Organisation war über einen Zeitungsartikel auf die Firstresponder aufmerksam geworden, und die Mitglieder entschieden sich, den Verein finanziell zu unterstützen.

Hilfe von Laien überlebenswichtig

Beat Baumgartner, Leiter Rettungsdienst der Spital STS AG und Präsident des Vereins Firstresponder.be, weiss die Spende sehr zu schätzen: «Bei einem Herzstillstand ist die Hilfe von Laien überlebenswichtig. Sie können die Anfahrtszeit von Rettungssanitätern überbrücken.» Seit der Gründung des Vereins Firstresponder.be sind im Kanton Bern heute gegen 1700 Personen im Einsatz. Die First­responder (die Erstantwortenden beziehungsweise die Ersteintreffenden) sind ausserhalb des regulären Rettungsdienstes in Gruppen organisiert und bieten eine Form von koordinierter Ersthilfe an. Die Grundschulungen der Mitglieder werden grösstenteils von den Samaritervereinen durchgeführt.

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