Für Adelboden wird sehr viel gemacht

Adelboden

Politische, touristische und sportliche Themen kamen beim zweiten Forum zur Sprache. Der gemeinsame Nenner: das Fortbestehen der Marke Adelboden.

Der Skiweltcup bringt Adelboden viel, der Anlass selbst schreibt aber rote Zahlen. Das war eines der Themen am Forum Adelboden.

Der Skiweltcup bringt Adelboden viel, der Anlass selbst schreibt aber rote Zahlen. Das war eines der Themen am Forum Adelboden.

(Bild: Christian Pfander)

Ziemlich genau zwei Jahre nach dem Startschuss fand am Samstag das zweite Forum Adelboden in der Turnhalle Dorf statt. Diesmal nicht mit einem Podiumsgespräch, sondern mit Referaten in drei schwer gewichtigen Teilen. Das Publikumsinteresse war diesmal nicht so gross wie beim ersten Mal, doch fanden sich im Zuhörerkreis viele kompetente Persönlichkeiten aus Politik, Tourismus, Hotellerie, Gewerbe und auch vom Verein Stammgäste Adelboden ein.

Der Grundgedanke blieb: Gemeinsame Erfahrungen teilen, Entwicklungen diskutieren und Ideen entwickeln.

Neue Basis für Skiweltcup

Von den Vertretern der Ski-Weltcup Adelboden AG war viel zu erwarten. Pascal von Allmen, Präsident des Verwaltungsrats und Nachfolger von Peter Willen, sowie Christian Haueter, seit dem 1. März Nachfolger von Kathrin Hager als neuer Geschäftsführer, sprachen generell über die finanzielle Entwicklung des Sportanlasses.

Die Grundessenz war bei beiden, den Sportanlass weiterhin durchzuführen, da trotz budgetierter Verluste der Tourismus und die Region nachhaltig profitieren können. Jedenfalls liegt die Wertschöpfung direkt und indirekt für die Region Adelboden neu bei 16,46 Millionen Franken (2009 waren es 7,48 Millionen). Auch der Bekanntheitsgrad der Marke Adelboden ist von Jahr zu Jahr steigend.

Probleme bereiten die finanziellen Ergebnisse des Anlasses. Die Entwicklung der Jahresergebnisse in den letzten fünf Jahren war stets negativ, und für 2020 rechnet man mit einem Defizit von 350'000 Franken.

Ein Teil der Strategie 2020–2024 beinhaltet den ins Leben gerufenen Enabler-Club. Mit einem einmaligen Beitrag von mindestens 1000 Franken helfe man, die Zukunft des Sportanlasses zu sichern, meinten von Allmen und Haueter. Die Ausformulierung der neuen Strategie werde bis Ende März 2020 vorliegen.

Co-Working ist der Renner

Ilona Klama, Leiterin Tourist-Center und Mountain-Lab Adelboden, informierte von ihren Erfahrungen über die Verschmelzung von Freizeit und Arbeit als Chance für den Tourismus. Das Modell ist nicht so neu, wurde es doch schon bereits 1970 in Japan praktiziert. Das neue Konzept bietet nicht nur gestressten Managern, sondern auch Firmen und Freelancern die Möglichkeit, privat oder in den Ferien ihre Geschäfte in einer ruhigen Oase mit guter technischer Infrastruktur abzuwickeln.

Für Klama bedeutet dies auch, dass sich der Bezug zur Region intensiviere und es wie im bulgarischen Skigebiet Bansko passieren könne, dass es zu einer Generierung von Dutzenden Neuzuzügern komme.

In der Gemeinde geht was

Gemeindeobmann Markus Gempeler beleuchtete die Schwerpunktsthemen aus diesem Jahr sowie die Ergebnisse der letzten Gemeindeversammlung. Wichtig für ihn war, darauf hinzuweisen, dass die neue kostenlose App «My Local Services» bestehe. Mit dieser erhalte man kurzfristig News aus der Gemeinde und Region; darüber hinaus habe man auch Gelegenheit, die Gemeinde auf bestehende Missstände aufmerksam zu machen.

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