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Ein Schwerverletzter bei Messerstecherei

In Schwarzenegg gingen in der Nacht auf Samstag zwei Gruppen Jugendlicher aufeinander los. Zwei Personen erlitten Schnitt- und Stichverletzungen.

Es war früh am Samstagmorgen, genauer um 3.40 Uhr, als bei der Polizei die Meldung einging, auf der Schwarzenegg – auf Oberlangenegger Boden – sei es zu einer tätlichen Auseinandersetzung gekommen; daraufhin sei ein Auto in Richtung Steffisburg davongefahren. «Sofort rückten mehrere Patrouillen aus und leiteten unter anderem eine Nachsuche ein», schreibt die Polizei in einer Mitteilung an die Medien. Tatsächlich sichtete die Polizei wenig später in Steffisburg ein Auto, auf das die Beschreibung passte, und verfolgten das Fahrzeug, bis sie es an der Glockenthalstrasse auf Höhe der Landi anhalten konnten.

Im Auto sassen drei Männer im Alter von 22, 23 und 28 Jahren. Sie wurden angehalten, gemäss der Kantonspolizei für weitere Abklärungen auf eine Polizeiwache gebracht und vorläufig festgenommen. «Aktuellen Erkenntnissen zufolge waren sie in die Auseinandersetzung involviert und danach in das Auto gestiegen und mit diesem in Richtung Steffisburg davongefahren», schreibt die Kantonspolizei.

Auf Jugendliche gewartet?

Offenbar hatten die drei Festgenommenen im Bereich der Bushaltestelle Fischbach in Schwarzenegg gewartet, als sich eine Gruppe von sechs jugendlichen Männern näherte. «Die Autoinsassen stiegen daraufhin aus dem Fahrzeug aus, worauf es zunächst zu einem verbalen Streit kam», schreibt die Polizei. Bei der Auseinandersetzung wurden fünf der sechs Jugendlichen verletzt. Zwei von ihnen erlitten Schnitt- und Stichverletzungen, einer davon wurde schwer verletzt. Er wurde mit einem Helikopter der Rega ins Spital geflogen. Die anderen vier Verletzten wurden durch Ambulanzteams vor Ort erstversorgt und danach ins Spital gebracht.

Im Umfeld des Pubfestivals?

Weitere Ermittlungen, insbesondere zur Klärung der genauen Umstände und des Hergangs der Ereignisse, seien unter der Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland im Gang, schreibt die Kantonspolizei weiter. Naheliegend ist, dass die Auseinandersetzung im Umfeld des Bar- und Pubfestivals Oberlangenegg anzusiedeln ist. Der Veranstaltungsort befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Tatort. Polizeisprecher Dino Dal Farra konnte dies weder bestätigen noch dementieren. Insbesondere sei noch nicht geklärt, woher die drei Männer im Auto kamen.

Gegenüber der Gratiszeitung «20 Minuten» hat sich Peter Oesch, Präsident des EHC Oberlangenegg, welcher das Festival veranstaltet, zum Vorfall geäussert. «Der Schwerverletzte musste über sechs Stunden notoperiert werden» berichtete er, sowie dass der junge Mann, der schwer verletzt wurde, einer der Spieler im Verein sei. Oesch wird weiter mit den Worten zitiert, «er war auf dem Heimweg vom Fest, als er und seine Kollegen plötzlich angegriffen wurden.» Gemäss Oesch sei der Schwerverletzte «in stabilem Zustand».

Friedliches Festival

Gleichzeitig bedankt sich der Vereinspräsident im Bericht bei den Helfern des Pubfests: «Nur durch die rasche Hilfestellung und der sehr guten Reaktion unserer Vereinskollegen und der First Responders konnte er mithilfe der Rega in das Inselspital gebracht werden.» Das Festival ist seit Jahren ein wichtiger Termin im regionalen Veranstaltungskalender – und eine wichtige Einnahmequelle des EHC Oberlangenengg. Es gilt als friedlicher Anlass; zuletzt machte er Schlagzeilen, als 2015 ein Festbesucher, der Fuss auf dem Heimweg war, von einem Auto erfasst wurde.

pd/rop/maz

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