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Ernst Waber ist Kiesens neuer Gemeindepräsident

Eine rekordverdächtige Zahl von Teilnehmern wählte an der Kiesener Gemeindeversammlung Ernst Waber zum neuen Gemeindepräsidenten, sowie zwei neue Ratsmitglieder. Finanziell ist die Gemeinde auf Kurs.

Ernst Waber (SVP), neuer Gemeindepräsident.
Ernst Waber (SVP), neuer Gemeindepräsident.
Marco Zysset
Beatrice Riem (SVP), neue Gemeinderätin.
Beatrice Riem (SVP), neue Gemeinderätin.
Marco Zysset
Fritz Affolter (SVP), neuer Gemeinderat.
Fritz Affolter (SVP), neuer Gemeinderat.
Marco Zysset
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159 oder gut 22 Prozent der insgesamt 695 Stimmberechtigten: So viele Personen wie selten nahmen am Freitagabend an der Gemeindeversammlung in Kiesen teil. Kein Wunder: Gleich drei Männer bewarben sich um das Amt des Gemeindepräsidenten. Auch um die zwei frei werdenden Sitze im Gemeinderat bewarben sich drei Personen.

SVP-Powerplay rollt

Das politische Powerplay, das die SVP in Kiesen in den letzten Jahren aufzog mit Vorstössen und Kandidaten, die sie gegen den Willen des Gemeinderates aufstellte, ging auch bei den Wahlen ums Gemeindepräsidium weiter: Gleich im ersten Wahlgang holte Ernst Waber (SVP) 88 von insgesamt 160 gültigen Stimmen, 7 mehr, als nötig gewesen wären.

Waber wurde letztes Jahr – anstelle von einer der beiden offiziellen Gemeinderatskandidatinnen – in den Gemeinderat gewählt. Vizegemeindepräsident Robert Homberger (parteilos), bereits seit 2006 Ratsmitglied, scheiterte damit nach 2010 zum zweiten Mal beim Versuch, Gemeindepräsident zu werden. Auf ihn entfielen 42 Stimmen, auf Markus Dietrich (parteilos) deren 30.

Verwirrung um Flugblatt

Bezüglich der Gemeinderatswahlen machte im Vorfeld der Versammlung ein Flugblatt die Runde, mit dem unter dem offiziellen Gemeindewappen fünf Kandidaten für sich warben. Ein Versammlungsteilnehmer kritisierte, dass die Gemeindeverwaltung nicht alle Kandidaten vorstellte, worauf die abtretende Gemeindepräsidentin Elsa Meyer erwiderte, das Flugblatt sei von den Kandidaten und nicht von der Gemeinde verteilt worden.

Geschlagene 45 Minuten dauerte es, bis die Stimmenzähler der Gemeindepräsidentin die Wahlergebnisse vorlegen konnten und diese den Gewählten gratulieren konnte: Fritz Affolter (parteilos, neu,134 Stimmen), Christina Campolongo (parteilos, 125), Markus Dietrich (parteilos, 100), Rorbert Homberger (parteilos, 95), Beatrice Riem (SVP, neu, 127) und Adrian Waber (parteilos, 132). Magdalena Senol-Kunz schaffte mit 85 Stimmen den Sprung in den Rat nicht. Gemeinderätin Sandra Gresser und Gemeindepräsidentin Elsa Meyer wurden im Rahmen der Versammlung aus ihren Ämtern verabschiedet.

Budget mit Defizit

Christian Kunz (neu), André Mühlemann, Jürg Siegenthaler und Stefan Waber bilden nach stiller Wahl die Baukommission von Kiesen, Marco Blaser, Daniela Bourloud, Denise Ess, Michael Marti und Flavia Simmen die unverändert zusammengesetzte Schulkommission. Beat Salvisberg und Jean-Claude Wick sitzen neu in der Rechnungsprüfungskommission, in welcher ein Sitz vakant bleibt.

Für das Jahr 2018 rechnet die Gemeinde mit einem Defizit von gut 70'000 Franken, das dem Eigenkapital von rund 2,2 Millionen belastet werden soll. Gemeindeverwalter Heinz Aebersold erklärte, man rechne unter anderem mit Mehrausgaben in der Allgemeinen Verwaltung und Sozialen Sicherheit.

Allerdings sieht das Budget auch steigende Steuereinnahmen vor. Insgesamt stehen Einnahmen von 3,41 Millionen Franken Ausgaben von 3,48 Millionen Franken gegenüber, dies bei einer unveränderten Steueranlage von 1,54 Einheiten. Die Versammlung genehmigte das Budget einstimmig.

Ebenso winkte sie das revidierte Organisationsreglement des Gemeindeverbands Sekundarstufe I Wichtrach durch. Die Revision war nötig geworden, weil sich die Stimmenverhältnisse nach der Fusion von Noflen, Mühledorf, Gelterfingen und Kirchdorf verschoben hatten.

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