Erkrankte Soldaten in Urlaub entlassen

Linden

Den 50 erkrankten Armeeangehörigen in der Kaserne Jassbach geht es besser. Was die Magen-Darm-Beschwerden auslöste, ist bislang noch unklar.

Blick aufs Areal der EKF-Kaserne in Jassbach.

Blick aufs Areal der EKF-Kaserne in Jassbach.

(Bild: Patric Spahni)

Den 50 Soldaten der Kaserne Jassbach, welche am Donnerstagnachmittag mit Magen-Darm-Beschwerden in Spitäler gebracht werden mussten, geht es besser. 35 von ihnen haben die Spitäler bereits wieder verlassen.

Wie das Generalsekretariat des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitteilte, befinden sich die 35 Armeeangehörigen wieder bei der Truppe oder im Urlaub. Die restlichen 15 ins Spital eingelieferten Soldaten können im Verlauf des Freitagvormittags aus der medizinischen Obhut entlassen werden.

Dies bestätigte Armeesprecher Daniel Reist am Freitagmorgen auf Anfrage. «Um 13 Uhr ist Abtreten, danach wird nur noch die Sonntagswache in der Kaserne anwesend sein», sagte Reist.

«Man kann ausschliessen, dass es ein viraler Infekt war.»Daniel Reist Armeesprecher

Auch den vier Personen, die sich gestern in kritischem Zustand befunden hätten, gehe es besser. Sie seien dehydriert gewesen, hätten Durchfall gehabt und erbrochen. «Bei ihnen ist einfach alles zusammengekommen», sagte Reist. Ihr kritischer Zustand sei aber eher eine vorsichtige Beurteilung gewesen.

Lebensmittelvergiftung sei Spekulation

Zur Art der Erkrankung und was sie auslöste, konnte Daniel Reist nichts sagen. «Man kann lediglich ausschliessen, dass es ein viraler Infekt war», sagte der Armeesprecher. Deshalb habe auch die Quarantäne, die über die Kaserne verhängt worden sei, wieder aufgehoben werden können. Mutmassungen darüber, ob die erkrankten Armeeangehörigen an einer Lebensmittelvergiftung litten und ob Pouletfleisch der Auslöser war, wollte Reist weder bestätigen noch dementieren. Bis jetzt seien dies reine Spekulationen.

Mit Neuigkeiten zum Vorfall ist nicht vor nächster Woche zu rechnen. Laut Reist wird ab Montag der militärische Untersuchungsrichter Befragungen durchführen. Das Lebensmittelinspektorat der Armee wird parallel Analysen im Labor vornehmen.

Von den Magen-Darm-Beschwerden waren auf dem Waffenplatz Jassbach Armeeangehörige vom Offizier bis zum Rekruten betroffen. Sie litten ab Donnerstagnachmittag teilweise an heftigem Erbrechen und Durchfall und waren zur medizinischen Betreuung in zivile Spitäler und in militärärztliche Einrichtungen gebracht worden.

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