Eine Lanze fürs Projekt «Panorama»

Hilterfingen

Für den Lenkungsausschuss Schulraum 2020 gibt es keine Alternative zum Um- und Neubau der Schule Friedbühl.

Ein Jahrhundertprojekt: Die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Friedbühl.

Ein Jahrhundertprojekt: Die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Friedbühl.

(Bild: Patric Spahni)

Die Turnhalle der Oberstufenschule Hünibach war am Donnerstagabend gut besetzt, als Gerhard Beindorff, Gemeindepräsident von Hilterfingen und Leiter des Lenkungsausschusses Schulraum 2020, ans Mikrofon trat.

Nachdem am vergangenen Dienstag ein Alternativkomitee in der Riderbachhalle in Oberhofen unter dem Titel «Grüne Wiese» einen Gegenentwurf präsentiert hatten, war die Reihe – in Form eines weiteren Infoanlasses zum Schulhaus Friedbühl – nun an Gemeindevertretern, Planer und Architekt, das kurz vor der Abstimmung stehende Projekt «Panorama» ein zweites Mal vorzustellen.

«Die Erneuerung und Erweiterung der Schulanlage Friedbühl ist ein Jahrhundertprojekt für den Schulverband Hilterfingen», hielt Gerhard Beindorff fest.

Rund 29 Millionen Franken will der Schulverband der Gemeinden Hilterfingen, Oberhofen und Heiligenschwendi in den Um- und Neubau der fast 70-jährigen Schulanlage Friedbühl in Oberhofen investieren.

Dies mit dem Ziel, die Schulstandorte von heute acht auf fünf zu reduzieren und damit den Schulbetrieb effizienter und kostengünstiger zu gestalten. Von den aktuellen Schulanlagen erfülle nur die Oberstufe Hünibach die heutigen Anforderungen.

Zehnjährige Planung steht vor Abschluss

Bereits vor zehn Jahren hat der Schulverband mit der Planung begonnen. Das Projekt «Panorama» ist aus einer öffentlichen Gesamtleistungsstudie hervorgegangen. Das Siegerprojekt wurde von der Brügger Architekten AG aus Thun entwickelt. «Es ist für jedes Schulalter vielfältig nutzbar», betonte Architekt Heinz Brügger.

In der kurzen Diskussion wurde einzig die Frage laut, was passieren würde, wenn das Vorhaben in den Abstimmungen abgelehnt würde? «Wir müssten wieder zurück auf Feld eins», erläuterte Gerhard Beindorff.

Weil das «Panorama» aus einem Wettbewerb, der im April 2017 ausgeschrieben wurde, entstanden ist, sei es rechtlich nicht zulässig, das Projekt an einen anderen Standort zu verschieben, wie es das Alternativkomitee vorschlägt «Hilterfingen müsste dann über die Bücher gehen, gemeinsam mit dem Gemeinderat Oberhofen», so Beindorff. «Wir würden nicht stillstehen und uns entsprechen ausrichten, wie etwa zum Beispiel mit der Sanierung des Schulstandortes Eichbühl.»

«Nicht nur Finanzen im Vordergrund»

Die Abstimmungen zum Projekt «Panorama» finden in Hilterfingen am 28. November an der Gemeindeversammlung statt. Am 25. November entscheiden die Stimmbürger in Oberhofen an der Urne über den 29-Millionen-Kredit.

Wenige Tage zuvor werden dort an der Gemeindeversammlung mit einem Landverkauf an den Schulverband und dem Organisationsreglement erste Weichen gestellt. «Ich wünsche allen, dass ihr euch das gut überlegt und nicht nur die Finanzen in den Vordergrund stellt», sagte Beindorff zum Schluss.

Berner Zeitung

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